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Starthilfe für soziale Geschäftsideen

Auftaktveranstaltung Social Innovation Center

Bei der Auftaktveranstaltung zum „Social Innovation Center“ am 5. Juni kam eine bunte Mischung an Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Vortragenden und Ausstellern im Haus der Region zusammen.

Starthilfe für soziale Geschäftsideen – je vielfältiger, desto erfolgversprechender

Rund 160 Gäste wollten mehr zu dem beim ersten Hören etwas sperrig klingenden Thema erfahren. Schnell wurde klar: Soziale Innovation findet sich in allen Bereichen des Lebens wieder und bietet die Chance für soziales Unternehmertum. Es kommt auf die Perspektive an: Denk die Welt neu“ – so das Motto der Veranstaltung.

© Sylvia König-Hapke/Region Hannover

Auftaktveranstaltung Social Innovation Center

Die Fallbeispiele auf dem Podium machten anschaulich, was schon heute umgesetzt ist:
Lena Rickenberg aus Berlin stellte nebenan.de vor – eine Online-Plattform, auf der sich Nachbarn im „echten Leben“ miteinander verbinden können. Sei es, um ein Werkzeug auszuleihen oder ein gemeinsames Straßenfest zu organisieren. Das Ziel: in der Anonymität der Großstadt ein gutes nachbarschaftliches Miteinander zu schaffen. Bereits 800.000 Menschen nutzen dieses Angebot.

Christian Schmidt, Co-Gründer von „Heyho“ aus Lüneburg, stellt in seinem Unternehmen „besonderes Müsli durch besondere Menschen“ her, unter anderem finden hier Langzeitsarbeitslose eine Beschäftigung.

Lena Kassau vom Studentennetzwerk enactus zeigte das Projekt Pfandschaf(f)t – eine App, die das Spenden von Pfandgeld ermöglicht.

Dagmar Hirche ließ mit ihrer erfrischenden Art manchen schmunzeln. Mit ihrem Verein „Wege aus der Einsamkeit“ engagiert sie sich für ein lebenswertes Leben im Alter. Der Verein unterstützt bundesweit Projekte und Initiativen und lobt Wettbewerbe zum Thema Alter aus.

Rifat Fersahoglu-Weber vom AWO-Innovationslabor Braunschweig berichtete über die Erfahrungen, als eine der ersten Wohlfahrtsorganisationen ein eigenes Innovationslabor aufzubauen. Das Labor setzt neue Methoden in der Personal- und Organisationsentwicklung ein und schafft die Möglichkeit, von der Inklusion bis zur Pflegenachwuchsgewinnung neue Wege zu gehen. Dabei sei die AWO auch offen dafür, Partnerschaften mit sozial-innovativen Gründungen einzugehen.

Die Veranstaltung gab den Startschuss für die erste Bewerbungsphase für kostenlose Plätze im Gründungsprogramm des Social Innovation Center. Bewerbungsschluss ist der 30. September. Nach dem Juryentscheid im Oktober startet das dreimonatige Programm mit 3-5 ausgewählten Projektteams am 1. November im Co-Working- und Makerspace Hafven.

Unabhängig davon wird am 14. und 15. September in den Räumen der Hochschule Hannover an der Explo-Plaza ein erster Kreativworkshop zur Ideengenerierung stattfinden. Interessierte können sich jetzt unter www.denkdieweltneu.de informieren und anmelden.

Im Anschluss an die Veranstaltung konnten die Besucherinnen und Besucher mit den Projektpartnern des Social Innovation Center ins Gespräch kommen, ihre Ideen oder konkreten Gründungsvorhaben im sozialen Bereich vorstellen und Inspiration für den geplanten Kreativworkshop  gewinnen.