Das Smartphone, der grüne Daumen.

PEAT

Fortschrittliche Umwelt- und Landwirtschaftstechnologie heißt PEAT frei übersetzt. Pierre, wie setzt ihr diesen Anspruch um?

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Unsere App Plantix und die Software dahinter bieten die Möglichkeit, per Bilderkennung Pflanzenschäden automatisch zu identifizieren. Das können etwa Schädlinge oder eine bestimmte Krankheit sein, die der Pflanze zu schaffen machen. Was für den Hobbygärtner hierzulande einfach nur praktisch ist, kann beispielsweise einem indischen Kleinbauern die Existenz retten.

Und beide verwenden dieselbe App, richtig?

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Genau. Die Software von Plantix ist selbstlernend, das heißt, dass sie mit jeder Analyse besser wird. Das kann man sich wie einen menschlichen Arzt oder Botaniker vorstellen, der ebenfalls mit jeder richtigen Diagnose an Sicherheit gewinnt. So gesehen profitiert der indische Kleinbauer aus dem Beispiel auch, wenn der Hobbygärtner hierzulande die App verwendet, und natürlich umgekehrt.

Sind Privatanwender eure primäre Zielgruppe?

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Unsere Kernzielgruppe sind Kleinbauern weltweit. Daher haben wir Plantix jetzt auch in Indien und Brasilien veröffentlicht und wollen in den kommenden Monaten noch mehr Menschen in weiteren Ländern erreichen. Aber auch in der großskaligen Landwirtschaft gewinnt die frühzeitige Erkennung und Identifikation von Schädlingen und Krankheiten enorm an Bedeutung. Von Unternehmen aus der Landwirtschaft bekommen wir daher auch den entsprechenden Zuspruch. So besteht unter anderem die Überlegung, mithilfe von Drohnen größere Agrarflächen zu überwachen.

Wenn man sich euer siebenköpfiges Team anguckt, stellt man fest, dass ihr sehr unterschiedliche wissenschaftliche Hintergründe habt. Wie habt ihr zueinander gefunden?

Viele von uns kommen aus Hannover und sind miteinander befreundet. Einige haben sich im Zuge von wissenschaftlichen Projekten in Südamerika kennengelernt. Schön ist dabei natürlich, dass wir uns fachlich auch noch ideal ergänzen. Uns verbindet darüber hinaus auch der nachhaltige Gedanke. Etwas Gutes zu tun und davon leben zu können, ist ein guter Motor.

Wenn du Revue passieren lässt: Hast du irgendeinen Tipp oder Hinweis für Gründungsinteressierte?

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Mit denen sprechen, die es besser wissen! Viele Leute haben mehr Ahnung als man selbst und reden gerne mit einem, wenn man Fragen oder Anliegen hat. Diese Tipps sollte man natürlich auch annehmen und in die Tat umsetzen können.

Steckbrief:
Gründungsjahr: 2015

Mitarbeiterzahl: 7

Gründungsteam: Simone Strey, Pierre Munzel, Charlotte Schumann, Alexander Kennepohl, Robert Strey, Bianca Kummer, Korbinian Hartberger

Gewinner des StartUp-Impuls Preises 2015 in der Kategorie Internationalisierung


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PEAT Team

Kontakt:
PEAT  GmbH
Schwarzer Bär 1
30449 Hannover
http://www.peat.ai/

http://bit.ly/Plantix


Pierre Munzel über die Beratung von hannoverimpuls:

„Zum ersten Mal sind wir mit den Wirtschaftsförderern in Kontakt gekommen, als wir uns für das staatliche EXIST Gründerstipendium bewerben wollten. hannoverimpuls konnte uns hervorragend bei der Antragsstellung unterstützen – und im Laufe der Gespräche haben sich immer mehr Punkte herauskristallisiert, in denen wir Hilfe nicht nur gebraucht, sondern auch bekommen haben. Unser Team hat größtenteils einen natur- und geisteswissenschaftlichen Hintergrund. Was alles zur Businesswelt dazugehört – die Dos und Don’ts zu erfahren – hat uns an vielen Stellen die Augen geöffnet.“

Björn Höhne, Projektleiter Gründung und Entrepreneurship bei hannoverimpuls über PEAT:

„Nachhaltigkeit weltweit, made in Hannover: die Ideen von PEAT haben uns begeistert. Mithilfe einer simplen, aber genialen App gegen den Welthunger vorgehen – das Potenzial ist unserer Meinung nach enorm. Die individuellen Lebensläufe und Werdegänge des Gründungsteams zeugen darüber hinaus von großer Expertise und umfangreicher Erfahrung. Das macht PEAT zu einem vielversprechenden Tech-Start-up, das nicht nur eine gute Idee hat, sondern diese auch geschickt umzusetzen weiß.“