Gründen heute

Gründen heute 2014

© hannoverimpuls GmbH

Der Trend ist deutlich: Die Startup-Szene ist, ausgehend vor allem von der jungen, digitalen Wirtschaft, im Umbruch. Neue Gründungsmethoden und -ansätze wie Crowdfunding oder Lean Startup vergrößern die Vielfalt und vereinfachen die Möglichkeiten, ein Unternehmen zu starten. Auch in Hannover machen sich immer mehr Unternehmer im Netz erfolgreich selbstständig, wie zuletzt etwa der Gründungsideenwettbewerb StartUp-Impuls eindrucksvoll zeigte – schließlich basieren die Geschäftsideen gleich aller vier Preisträger auf dem Internet. Doch was hat es mit den neuen Methoden auf sich und wie kann man davon bei der Umsetzung einer Geschäftsidee in Hannover konkret profitieren? Rund 150 Gründerinnen und Gründer nutzen am letzten Sonnabend die Gelegenheit, sich bei Sonnenschein und Grillwetter aus erster Hand bei erfolgreichen Startups aus der Internetbranche sowie ausgewiesenen Pionieren der digitalen Szene zu informieren.

„Raus aus der Startup-Welt, rein in die Cluster“

Das Herz der deutschen Startup-Szene schlägt nach Meinung aller Fachleute in Berlin. Einen wesentlichen Teil dazu beigetragen hat Aydogan Ali Schosswald, der mit gerade einmal 23 Jahren nicht nur selbst mehrere Unternehmen gegründet hat, sondern als Gründer und CEO der hy! Startup-Konferenz Berlin „Old“ und „New“ Economy, Medien und Startups miteinander vernetzt.

In seiner Keynote bei „Gründen heute“ machte der Jungunternehmer gleich zu Beginn klar, welch großes Potenzial das Internet gerade für Startups hat: „Fast jeder Konzern und jedes Unternehmen befasst sich aktuell mit Digitalisierung. Das bietet einmalige Chancen, die deutsche und europäische Wirtschaft neu aufzustellen, wenn wir die Industrie, die Universitäten und die dort entstehenden Innovationen zusammenführen.“ Vor diesem Hintergrund hat sich Schosswald zur Aufgabe gemacht, die nötigen Ressourcen für Startups zu erschließen und Industrie und Jungunternehmen – auch branchenübergreifend – zusammenzubringen. „Startups sind einfach die perfekten Vehikel für Innovationen.“

Für die Hannoveraner Jungunternehmer hatte der Berliner konkrete Tipps. Vor allem im Health-Bereich und bei den Manufacturern sieht er aktuell das größte Potenzial für digitale Startups – hier ist die Region Hannover ja bekanntermaßen sehr gut aufgestellt: „Ein klarer Standortvorteil“. Um als Gründung erfolgreich durchzustarten, empfahl Schosswald vor allem drei Dinge: „Raus aus der Startup-Szene und rein in die Cluster. Und nach Möglichkeit sehr schnell das erste Produkt entwickeln, also die „Lean“-Denke leben und umsetzen.“

Durchstarten mit Theorie und Praxis

Was das Gründen eines Internet-Startups in der täglichen Praxis bedeutet, zeigten unter anderen die hannoverschen Unternehmen VersaCommerce und Graphmasters in ihren Erfahrungsberichten. Nach einer Mittagspause vom Grill ging es dann den aktuellsten Trends im Gründungsbereich auf den Grund.

Ob Start als One-Man- oder Woman-Show als sogenannter „Solopreneur“, das Internet of Things als Ideengeber für das eigene Unternehmen, Finanzierungsalternativen durch Crowdfunding oder die zahlreichen Möglichkeiten von E-Commerce: Vier ausgebuchte Workshops „zeigten frische Ansätze, mit denen man in den nächsten fünf Jahren als Jungunternehmerin und -unternehmer nicht falsch liegen sollte“, fasst Christof Starke, Bereichsleiter Gründungswerkstatt von hannoverimpuls, das Programm zusammen.

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