Wirtschaftsförderung Region Hannover

Gefördertes Breitbandprojekt

Die Wirtschaftsförderung der Region Hannover plant die Erschließung der unterversorgten Gebiete in Kooperation mit den Telekommunikationsunternehmen nach dem Modell der Wirtschaftlichkeitslücken. Danach gewährt die Region Hannover den Telekommunikationsunternehmen eine Beihilfe für den Fehlbetrag zwischen Ausgaben (bspw. Investitionskosten wie Tiefbau, Installation sowie laufende Kosten für Strom, Wartung) und geplanten Einnahmen.

Zur Erschließung der unterversorgten Gebiete hat die Wirtschaftsförderung der Region Hannover Fördermittel über das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Höhe von rund 1,93 Mio. € und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Höhe von rund 1,15 Mio. € eingeworben. Die Region Hannover übernimmt für die Städte und Gemeinden den kommunalen Eigenanteil in Höhe von rund 0,33 Mio. €.

Europaweites Ausschreibungsverfahren

In einem europaweiten Ausschreibungsverfahren wurden die Telekommunikationsunternehmen aufgerufen, Erschließungslösungen für die unterversorgten Gebiete vorzulegen. Für die Bewertung der Angebote sind insbesondere die

  • technischen Lösungen zur Erschließung,
  • die Höhe der Wirtschaftlichkeitslücken,
  • die erreichbaren Geschwindigkeiten,
  • der Fertigstellungstermin, die Höhe der Endkundenpreise sowie
  • das Betriebs- und Servicekonzept des Anbieters entscheidend gewesen.

Nach Erhalt der endgültigen Zuwendungsbescheide im November 2017 konnte die Wirtschaftsförderung der Region Hannover die finalen Zuschläge zur Erschließung der unterversorgten Gebiete an die Deutsche Telekom und Northern Access erteilen und die Verträge unterzeichnen.

Geförderte Gebiete

Betroffen sind 49 Gebiete in 13 Kommunen mit 4.250 Adressen, rund 5.300 Haushalten, rund 300 Unternehmen, 3 Grundschulen und weitere Einrichtungen wie Kindergärten, Feuerwehren etc.

Durch die Erschließung mit leistungsfähigen Breitbandinfrastrukturen können die BürgerInnen, Unternehmen und Institutionen mit bis zu 100 Mbit/s im Download und bis zu 40 Mbit/s im Upload versorgt werden. Die Bereitstellung der Breitbanddienstleistungen ist bis Ende 2018 vorgesehen; die notwendigen Tiefbauarbeiten (89km) wie Verlegung von Leerrohren und Glasfasertrassen sowie die Errichtung von Verteilerkästen beginnen in den kommenden Monaten.

  • Telekom Deutschland: Heisterholz, Heidewinkel (Stadt Burgwedel), Ditterke (teilweise), Northen (teilweise) (Stadt Gehrden), Altwarmbüchen (teilweise), Farster Bauernschaft (teilweise) (Gemeinde Isernhagen), Maspe, Twenge, Kananohe, Evershorster Straße (Stadt Langenhagen), Ramhorst (Stadt Lehrte), Evensen, Welze, Luttmersen, Mandelsloh, Warmeloh, Brase, Dinstorf, Hagen, Scharnhorst, Schneeren (Stadt Neustadt), Vardegötzen, Thiedenwiese (Stadt Pattensen), Linderte, Vörie, Ihme-Roloven (Stadt Ronnenberg), Köthenwald, Klein Lobke (Stadt Sehnde), Eldagsen, Boitzum, Holtensen, Wülfinghausen (Stadt Springe), Abbeile (Gemeinde Uetze), Waldkater, Argestorf, Steinkrug (Gemeinde Wennigsen), Gailhof, Meitzer Busch, Siedlung Brelinger Straße, Siedlung Im Walde (Gemeinde Wedemark).
  • Northern Access: Bevensen, Lutter, Borstel, Nöpke, Eilvese, Niedernstöcken, Weißer Berg.

Förderung

Der Breitbandausbau wird mit den Fördermitteln der Bundesregierung (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) und des Landes Niedersachsen (Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz)  über den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) unterstützt.

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