Zukunftsaussichten für den Einzelhandel

Mit großem Interesse erwarteten die rund 60 Teilnehmer überwiegend aus dem hannoverschen Textil-Einzelhandel auf neue Erkenntnisse zur Entwicklung „ihrer Branche“. So saßen neben kleinen Modeboutique-Besitzerinnen und Designerinnen auch Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer alteingesessener, inhabergeführter Häuser aus den Bereichen Schuhe, Bekleidung und Kosmetik.

Die wesentliche Erkenntnis des Abends lautete: auch in der Welt der großen Online-Versand-Anbieter hat der klassische Handel, vor allem im urbanen Raum eine gute Chance. Nach den Begrüßungen durch Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette, und den Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Hannover, Ulrich Thiemann, zeigten zwei Handels- und Innenstadtexperten mit unterschiedlichen Vortragsansätzen, wie die Zukunft aussehen könnte und wie andere Städte und  Unternehmen aktuell vorgehen.

Den Aufschlag machte Hansjürgen Heinick, vom Institut für Handelsforschung (Köln).  Er erläuterte  im Rahmen der Studie „Fashion 2025“ - einer Hersteller- und Händlerbefragung - die Zukunftsaussichten des Mode-Markts in Deutschland  unter wesentlichen Einflussgrößen wie Onlinehandel, neues Konsumverhalten und zunehmender Vertikalisierung der Angebote.

Konzentrierte sich der erste Vortrag noch stark auf analytische Erklärungen, so gab Martin Kremming von CIMA Beratung + Management GmbH mit seinen Ausführungen zu „Handel macht Stadt“ ausgehend von den Herausforderungen der Digitalisierung, einen Überblick über aktuelle Trends im Einzelhandel und bei der Innenstadtentwicklung. Abgerundet wurden die Ausführungen durch verschiedene Praxisbeispiele aus erfolgreichen Citylagen und Quartieren.

© Quelle: LHH

VA Einzelhandel

Die großen Herausforderungen durch die Online-Konkurrenz und Veränderungen u.a. bei Angebotsstrukturen und beim Nachfrageverhalten, mit den sich der Einzelhandel auch künftig auseinandersetzen muss, zeigen Wirkung. Ein wichtiges Stichwort des Abends lautete demnach: Multi-Channel-Handel, also die sinnvolle Verknüpfung beider Einkaufswelten: der Händler im Ladengeschäft verfügt dabei auch über eine Online-Präsenz. Er bietet so die Möglichkeit den Komfort des heimischen Aussuchens und Bestellens mit persönlichem Service im Geschäft mit Anfassen, Probieren und kompetenter Beratung zu verbinden. Ganz so wie es dem Kunden gerade am besten gefällt. Händler vor Ort sind hier so klar im Vorteil vor reinen Online-Händlern. Persönlicher Kontakt, intensive Beratung und eine Wohlfühlatmosphäre (im Geschäft und in der Stadt) führen zum Einkaufserlebnis, was der Laptop auf dem heimischen Sofa nicht annährend bieten kann.

Eingebettet sein sollte das Ganze aber auch immer in eine entsprechende Strategie. Beide Referenten verdeutlichten mit ihren vielfältigen Beispielen, dass es heutzutage schon längst nicht mehr ausreicht Ware in die Regale zu stellen und darauf zu warten, dass jemand kommt und sie kauft. So ging es dann auch gerade in der Abschlussdiskussion um das Thema der örtlichen Zusammenschlüsse von Händlern in z.B. Standort- oder Werbegemeinschaften und deren Möglichkeiten, für den Kunden Erlebnisse vor Ort zu bieten. So gilt es gemeinsam mit weiteren Akteuren wie den Verwaltungen, Anreize für den Besuch der Innenstadt oder des Stadtteils zu schaffen. Dies schloss den behutsamen Umgang mit der Erreichbarkeit der Handelslagen für Kunden und Besucher ebenso mit ein, wie die überall bestehenden Schwierigkeiten aktive Mitglieder für die Standortgemeinschaften zu finden.


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