Fonds für Digitales 2021

16.11.2021 -  Unterstützung der digitalen Professionalisierung in der Region Hannover für Non-Profit-Organisationen (z.B. Vereine) und Gründerinnen und Gründer / Start-Ups 
Fonds für Digitales © kreHativ e.V.

Digitalisierung ist wichtiger denn je. Um nicht-gewinnorientierten Organisationen aus den Bereichen Sport, Kultur und Soziales sowie Gründerinnen und Gründern aus den Bereichen Sozialwirtschaft und der Kultur- und Kreativszene bei ihren Digitalisierungsprojekten zu unterstützen, hat die Region in 2020 den „Fonds für Digitales“ ins Leben gerufen.

In drei Förderrunden wurden im Jahr 2020 insgesamt 68 Vereine und Start-Ups mit insgesamz 650.000.- € unterstützt, die dadurch eine große Bandbreite an Digitalisierungsprojekten umsetzen konnten. An den großen Erfolg konnte 2021 angeknüpft und weitere 36 Organisationen mit insgesamt 259.600€ gefördert werden. In diesem Jahr wurde der Fonds für Digitales in drei verschiedene Fördermodelle eingeteilt, die sich vor allem im geforderten Innovationsgrad und generellem Projektumfang unterscheiden.

Insgesamt konnten über den Fonds für Digitales nicht nur für die Arbeit und Themen der geförderten Institutionen sondern vor allem auch für die Regionsbevölkerung deutliche Mehrwerte geschaffen werden.

Ziele und Inhalte

Ziele der Förderung waren insbesondere

  • die Professionalisierung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Organisationen im Umgang mit digitalen Arbeits- und Produktionsmitteln,
  • die Sichtbarmachung der jeweiligen Angebote in digitaler Form (Webseite, Social Media etc.),
  • die Effizienzsteigerung im Arbeitsalltag durch Einsatz und Schulung zur Nutzung von unterstützenden Software-Lösungen,
  • die nachhaltige Professionalisierung von Menschen im Umgang mit der Software und
  • die Stärkung des Ehrenamtes in Kultur, Sport, Soziales in der Region Hannover

 

Beispiele für Projektförderungen

Unterstützung für pflegende Familienmitglieder und Lebenspartner

Das Social Start-Up "Im Stundenglas“ unterstützt die Familienmitglieder und Lebenspartner einer lebensverkürzend erkrankten Person. Diese leiden oft unter dem großen Druck und die Belastung äußert sich nicht selten in psychischen und physischen Folgeerkrankungen. Eine gute Betreuung der Angehörigen kann erwiesenermaßen aber auch die erkrankte Person positiv beeinflussen.

Mit einem Informationsportal, Online Guides und Online-Kursen unterstützt „Im Stundenglas“ dank des Fonds für Digitales nun die Angehörigen und begleitet sie von der Diagnosestellung bis zur Trauer nach dem Verlust. Ein wichtiger Aspekt ist dabei auch die Selbstfürsorge. Die digitalen Angebote stehen dabei als Ergänzung zur persönlichen Betreuung durch das Start-Up.

Mehr erfahren: https://www.im-stundenglas.de/

Konzerte in sozialen Einrichtungen von Klassik in der Klinik

Der Verein Klassik in der Klinik e.V. fördert junge Musiker*innen, die sich im Rahmen ihrer musikalischen Ausbildung in der Region Hannover in sozialen Einrichtungen engagieren wollen. Sie geben öffentliche Konzerte aus den Bereichen Klassik, Pop und Jazz in über 45 sozialen Einrichtungen in der Region, sodass auch Einwohner und Einwohnerinnen aus der Umgebung in Kontakt mit den behinderten Menschen, Patienten und Patientinnen oder Senioren und Seniorinnen kommen.

Neben der Digitalisierung des Back-Offices des Vereins sollte mit dem Fonds für Digitales auch die Website neugestaltet werden und ein Konzertkalender, eine Talentbörse und ein Sponsorenprogramm Platz auf der Seite finden. Dadurch soll die Arbeit des Vereins einer größeren Zielgruppe bekannt gemacht werden und Klassik in der Klinik als wertvoller Teil der Musik-Community der Region Hannover wahrgenommen werden.

Mehr erfahren unter 

http://klassikinderklinik.de/

Ein Fussball-Museum für alle

Einer der erfolgreich geförderten Vereine war der Sportsammlung Saloga e.V., der auf 250qm Sammelfläche im Fussballmuseum Springe unzählige Exponate rund um das Thema ausstellt und jugendlichen Kriegsgeflüchteten durch die Mitarbeit an Medien und Ausstellung kulturelle Teilhabe ermöglicht.

Aufgrund der riesigen Anzahl an Exponaten kann in der Ausstellung immer nur ein kleiner Teil gezeigt werden, daher wurde durch das Förderprogramm der gesamte Bestand digitalisiert und ist so der Öffentlichkeit zugänglich, einige Stücke sogar im 3-D-Modus. Darüber hinaus wurde ein Raum zu einer Virtual Reality Station umgestaltet und ermöglicht damit ein ganz neues Erleben im Museum. Um auch Menschen mit Seh-Behinderungen einen spannenden Besuch im Museum zu ermöglichen, wurden verschiedene Stationen mit Apps ausgestattet um per Audio-Signal Informationen zu liefern. Umgesetzt wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit der Agentur Findability aus Hannover Linden.

Mehr erfahren unter

https://www.fussballmuseum-springe.de/

 

Rahmendaten des Programms

Laufzeit des Programms

Das Projekt läuft noch bis zum 31.12.2021. 

Ansprechpartner und weitere Informationen

kreHtiv © kreHtiv e.v:

Träger des Projekts ist das Netzwerk kreHtiv e.V.

Ansprechpartner und weitere Detailinformationen unter www.krehtiv.de

Kontakt

Region Hannover
Raphael von Galen
Projektkoordination Social Innovation Center
Region Hannover
Beschäftigungsförderung
Fachbereich Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung
Raphael von Galen

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