Insa

Unterstützung von Betrieben bei der Ausbildung von förderungsbedürftigen jungen Menschen  

Ziele und Inhalte

Die Aufnahme einer Ausbildung ist für Geflüchtete ein entscheidender Faktor für ein selbstbestimmtes Leben und gesellschaftliche Teilhabe. Zudem kommt dem Erwerb der deutschen Sprache im Hinblick auf die soziale wie auch berufliche Integration eine Schlüsselrolle zu.

Der Faktor Zeit ist im Hinblick auf den Integrationsprozess junger Geflüchteter mehrfach von Bedeutung: Zunächst bedarf es Zeit, um in Deutschland ankommen zu können, um Fuß zu fassen, sich mit Menschen, Kultur und vielen Eindrücken in einer für sie ungewohnten Umgebung vertraut zu machen. Sie brauchen Zeit, um das komplexe Bildungs- und Ausbildungssystem in Deutschland zu durchdringen und sich im betrieblichen (Ausbildungs-) Alltag zurechtzufinden. Während der Ausbildung benötigen sie Zeit zum parallelen Erwerb der deutschen Sprache und der theoretischen Fachkenntnisse. Beides stellt die jungen Geflüchteten vor erhebliche Anforderungen.

Im Rahmen des Projektes INSA soll ein zusätzliches Angebot geschaffen werden, mit dem neben den förderungsbedürftigen jungen Menschen auch deren Ausbildungsbetriebe durch Maßnahmen der Assistierten Ausbildung mit dem Ziel des erfolgreichen Abschlusses der Berufsausbildung unterstützt werden.

Stütz- und Förderunterricht, Austausch und Lernangebote mit wöchentlich bis zu 9 Stunden, Sozialpädagogische Begleitung für die Teilnehmenden sowie verlässliche, koordinierende und integrative Zusammenarbeit mit allen an der Ausbildung Beteiligten wie Ausbildern im Betrieb, Berufsschullehrern, Sprachkursdozenten, IHK und weiteren Netzwerkpartnern sichern den Ausbildungserfolg.

Die betriebliche Ausbildung erfolgt in Teilzeit mit 25 Stunden/Woche in Ausbildungsberufen wie Verkäufer*in, Fachkraft im Gastgewerbe und Maschinen und Anlagenführer*in, deren regelhafte Ausbildungsdauer von 2 Jahren mit Eintragung des Ausbildungsverhältnisses bei der IHK Hannover von vornherein auf 3 Jahre verlängert wird. Die gesetzliche Regelung für den Fall des Nichtbestehens der Abschlussprüfung, d. h. die Verlängerung des Ausbildungsverhältnisses bis zu einer Wiederholungsprüfung bleibt hiervon unberührt. Die Ausbildung und die Assistierte Ausbildung werden kombiniert mit einer Sprachförderung im Rahmen eines Landessprachkurses mit einem Umfang von 8 Unterrichtsstunden / Woche während der gesamten Ausbildungsdauer.

Zeitrahmen

  • Dauer: 3 Jahre
  • Beginn: 01.09.2018
  • Ende: 31.07.2022

Zielgruppen

junge Flüchtlinge 

Projektträger

juniver Jugendberufshilfe Diakonie Hannover gGmbH 

Kontakt

Region Hannover
Dr. Oliver Brandt
Teamleitung Beschäftigungsförderung
Region Hannover
Beschäftigungsförderung
Fachbereich Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung
Dr. Oliver Brandt

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