Unsere Gründung des Monats September

tytle – Gemeinsam schöner fernsehen mit Social TV

Die Idee

Wer vor den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts geboren ist, der kennt sie noch: die gemeinsamen Familienfernsehabende auf dem Sofa, mit maximalem Unterhaltungswert bei minimaler Programmauswahl von höchstens fünf Fernsehsendern. Damals sorgten wahre Straßenfeger-Sendungen oft für tagelange Diskussionen in der Familie, der Schule oder am Arbeitsplatz. Diese Zeiten sind längst passé – und doch bald wieder da, geht es nach dem Hannoveraner Startup tytle. Allerdings unter modernsten Vorzeichen, das heißt: digital und in Echtzeit. Denn dank mehrerer hundert Fernsehkanäle, des Internets und der digitalen Durchdringung der meisten Lebensbereiche haben sich auch die Fernsehgewohnheiten radikal verändert.

© hannoverimpuls GmbH

tytle Gründer

Die drei Gründer Max Schild, Yannick Pieper und Arik Sosman tragen dieser Entwicklung Rechnung und widmen sich einem Trend, der sich seit ein, zwei Jahren immer deutlicher bemerkbar macht, dem sogenannten Social TV. Fernsehkritik, auch die später in klassischen oder Online-Medien veröffentlichte, spielt sich nämlich zuerst mehr und mehr im Internet ab, vor allem bei Twitter. Dort wird durch tausende Nutzer live kommentiert, diskutiert und „gezwitschert“ (getweetet), die Meinung der Netzgemeinde zum TV-Programm wird immer stärker wahrgenommen. Allerdings gibt es dabei ein naheliegendes Problem: Gleichzeitig tippen, lesen und fernsehen, die „Parallelkommunikation“ also, ist schwierig – bis jetzt. „Wir bringen die Interaktion zum Fernsehprogramm aus dem Internet auf den TV“, sagt Geschäftsführer Max Schild. Mit der tytleapp des jungen Gründerteams können Nutzer Tweets von Twitter als Untertitel in jede Sendung ihrer Wahl integrieren, „und zwar nur die besten Tweets zur richtigen Zeit“, so der 23-jährige Gründer. Notwendig ist dafür neben dem Smartphone, das sozusagen als interaktive Fernbedienung fungiert, lediglich ein internet- und netzwerkfähiger Fernseher, ein sogenannter Smart-TV. Auf die Idee für das Produkt sind die Studenten – natürlich – beim Fernsehen gekommen: „Wir haben zusammen einen Tatort geguckt und irgendwann gemerkt, dass wir alle die meiste Zeit auf unsere Smartphones schauen, um die unterhaltsamen Tweets zu verfolgen“, ergänzt der zweite Geschäftsführer, Yannick Pieper. „Da haben wir uns gedacht: warum nicht beides auf einem Screen zusammenbringen?“

Doch die Twitter-Untertitel sollen erst der Anfang sein, für die Zukunft plant tytle nicht weniger, als die Fernsehzuschauer dieser Welt interaktiv zu vernetzen. Über die Messenger-App soll es möglich werden, dass Nutzer direkt per TV miteinander kommunizieren. Die App zeigt dann, welche Freunde gerade die gleiche Sendung schauen und führt diese in einem temporären Chatroom zusammen. Über Untertitel sind die Kommentare der Freunde sichtbar, Social TV in Echtzeit wird Realität, und zwar tatsächlich auf dem Fernseher. Gemeinsam schaut es sich halt immer noch schöner Fernsehen, im Digitalzeitalter genauso wie in den 60ern, 70ern und 80ern.

Aktuell suchen die Gründer noch Smart TV-Besitzer, die die bald verfügbare Betaversion ihrer App testen möchten: www.tytle.de

Die Beratung

Anfang des Jahres hat sich das frisch gegründete Startup-Unternehmen beim Gründungswettbewerb „Plug & Work“ beworben, zudem fand man passenden Rat bei Veranstaltungen, die sich gezielt an digitale Gründer richten, wie „Gründen heute“ oder beim „Lean Abend“. „Dort haben wir zusätzliche Motivation bekommen, die Idee schnell umzusetzen und einfach durchzustarten“, freut sich Max Schild. Obendrein vermittelte hannoverimpuls einen Pitch beim Online-Stammtisch Hannover (OSHan), wo wertvolle Kontakte in die digitale Szene der Region geknüpft werden konnten.

Die Gründer

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tytle Logo

tytle

Max Schild, Yannick Pieper, Arik Sosman

Minister-Stüve-Straße 8

30449 Hannover

Telefon: 0173-7378615 - E-Mail: hello@tytle.de - www.tytle.de