Unsere Gründungsstory Dezember

IP Gloves - Handschuhe, die Leben retten

© hannoverimpuls GmbH

Wie für jeden angehenden Mediziner stand auch für Maxim Gleser bald nach Beginn seines Studiums vor zwei Jahren der obligatorische Besuch der Pathologie auf der Tagesordnung. Es gibt schönere Termine – doch blieb Gleser besonders ein Umstand im Gedächtnis, für den er eine Lösung finden wollte: Die Einmalhandschuhe, die er vorschriftsgemäß tragen musste, ließen sich einfach nicht wieder ausziehen. Wie Gleser versuchte, sich der Handschuhe zu entledigen, sah nicht nur äußerst unelegant aus. Es barg auch ein erhöhtes Kontaminationsrisiko, denn er berührte dabei jedes Mal seine Haut. „Rund 40 Prozent der Infektionen, die Patienten in Krankenhäusern erhalten, resultieren aus mangelnder Handhygiene“, sagt Gleser. Das Ziel war also ebenso klar wie die Lösung offensichtlich: Die Handschuhe mithilfe einer Lasche am Handgelenk versehen, sodass sie sich leichter ausziehen lassen. Hautkontakte würden vermieden und das Infektionsrisiko gesenkt werden. Damit lag auch der Produktname buchstäblich auf der Hand: IP-Gloves, die „Infection Prevention“-Handschuhe.

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Ein Job für zwei

Nicht ganz so leicht fiel Gleser, die Idee allein in die Tat umzusetzen. „Mir ist schnell klar geworden, dass das ein Job für zwei ist. Mit Paul Diers hatte ich dafür den perfekten Partner an der Hand“, erklärt der 20-Jährige: „Wir sind schon seit der Schulzeit miteinander befreundet und als Maschinenbau-Student hat er das nötige technische Know-how mit eingebracht.“. Am Computer entwarf Diers ein 3D-Modell des neuartigen Handschuhs inklusive Lasche – ein Prozess, der Monate dauerte. Denn der Teufel steckte im Detail: Die Dehnbarkeit des Latex war nur einer der zahlreichen Faktoren, die berücksichtigt werden mussten. Aber auch die Kosten spielten eine wichtige Rolle: „Es gibt bei Handschuhen im Grunde nur drei Eigenschaften: Stärke, Farbe und Preis. Wir wussten, dass unser Produkt keine Chance hat zu bestehen, wenn es teurer wird als bisherige Handschuhe“, erklärt der Medizinstudent.

hannoverimpuls mit internationaler Expertise

Nachdem auch die Preishürde erfolgreich gemeistert war bieten die neuen Handschuhe summa summarum nur Vorteile: gesenktes Infektionsrisiko zu gleichem Preis. Gerade in Ländern, die keine hohen Hygienestandards haben, können die Handschuhe laut Gleser besonders effektiv wirken. Die Hilfsorganisation MAP International, die im Kampf gegen Ebola aktiv ist, hat bereits großes Interesse signalisiert. Bis der Handschuh allerdings in Serie gefertigt wird, dauert es noch ein wenig, bis letzte vertragliche Details mit dem Produzenten aus Malaysia geklärt sind.

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IP Gloves

Internationales Geschäft mit Interessenten aus Afrika und Produktion in Malaysia braucht betriebswirtschaftliches Know-how. Das haben die beiden Noch-Studenten bei hannoverimpuls gefunden: „Nicht nur beim Businessplan, auch bei der Anmeldung des Patents und dem Kontakt zu potenziellen Interessenten und Produzenten konnte uns hannoverimpuls enorm weiterhelfen“, sagt Gleser. „Es sind nicht nur die finanziellen Mittel, wie wir sie etwa als Preisträger beim Gründerwettbewerb Startup-Impuls 2014 gewonnen haben, weswegen der Kontakt für uns so wichtig ist. Wenn man mit einem Produkt auf die internationale Bühne geht, ist umfangreiches Wissen über internationalen Vertrieb und Produktion essentiell. Hier steht uns hannoverimpuls als erfahrener Partner zur Seite.“

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IP Gloves GbR
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