Gründungsstory Mai 2021

Alethia Group

Alethia Group schützt Oberflächen mit „Sprüh-Glas“

Die Gründer*innen der Alethia Group GmbH haben eine Technologie entwickelt, mit der sich die schützenden Eigenschaften von Glas auf witterungsanfällige Bau- und Werkstoffe übertragen lässt. „Wir sprühen Glas auf organische Oberflächen“, lautet der Slogan. Was einfach klingt, ist echte Arbeit, die von acht Ingenieuren und einer Ingenieurin geleistet wird. Die innovative Glasschicht von Alethia schützt andere Materialien vor UV-Strahlungen, Hitze, Schmutz, Kratzern und Nässe, ist gesundheitlich unbedenklich und verleiht etwa normalem Holz die robusten Eigenschaften von Tropenholz.

Fotocredit: Alethia

Die Alethia Group mit Sitz in Greifswald ist erst im vergangenen Sommer mit ihrem Entwicklungszentrum in die Region Hannover gezogen. Hier arbeitet das Team um Geschäftsführer Marco Ziegler und Matthias Milek jetzt weiter an der nächsten Stufe. Ende 2021 sollen die ersten Maschinen einsatzbereit sein. Gebraucht wird die neue Technologie vor allem in der Industrie. Und die Idee ist so gut, dass sie bereits einige Auszeichnungen erhalten hat, auch bei hannoverimpuls: Hier hat das Unternehmen bereits den Plug & Work Award gewonnen und gehörte beim diesjährigen Startup Impuls Gründungswettbewerb zu den Nominierten.

Matthias und Marco, wie kann man sich das Verfahren vorstellen?

Wir haben ein Sprühsystem entwickelt, mit dem man Glas in einer 0,005 Millimeter dünnen Schicht auf alles Mögliche aufbringen kann. Durch unser Verfahren wird fast jede Oberfläche versiegelt. Ob Holz, Beton oder Sandstein – unsere komplett ökologische Beschichtung sorgt dafür, dass Produkte oder Bauteile haltbarer werden. Ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit.

 

Fotocredit: Alethia

Wie ist die Idee entstanden?

Auf der Suche nach einer nachhaltigen und ökologischen Alternative zu bestehenden Produktlösungen für dauerhafte Beschichtungen sind wir auf ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt der Universität Greifswald gestoßen. Hier entstand die Alethia, um die Idee in die Umsetzung zu bringen.

Wo soll die neue Beschichtung angewendet werden?

Wir verhandeln aktuell mit der Automobilindustrie. Hier kann man beispielsweise den Innenraum von Fahrzeugen mit unserer Technik versiegeln. Und natürlich gibt es darüber hinaus unendlich viele Einsatzmöglichkeiten. In unserem Entwicklungszentrum in Garbsen sind wir ständig dabei, neue Anwendungen auszuprobieren. Hier arbeiten wir auch mit unterschiedlichen Instituten zusammen, um die Schicht weiter zu optimieren. Es sind Anwendungen im Bereich ökologische Verpackung, Sensoren, Batterietechnologie und Wasserstofftransport in Arbeit.

In Zusammenarbeit mit Kund*innen entwickeln wir anhand der Anforderungen die jeweilige Applikation und fertigen diese dann aktuell in Garbsen. Es ist bereits geplant, einen neuen Fertigungsstandort aufzubauen. Die Technologie wird in den nächsten Jahren weiterentwickelt, so dass es demnächst als Sprühsystem direkt beim Kunden in der Produktion über ein Lizenzmodell, steuerbar übers Internet, einsetzbar ist.

Welche Tipps habt Ihr für andere Gründer*innen?

Netzwerken ist das A und O in allen Bereichen. Sonst zahlt man ganz, ganz viel Lehrgeld. Sprecht mit potenziellen Kund*innen und Anwender*innen, Wirtschaftsvertreter*innen und auch Student*innen. Sie geben Euch manchmal ganz nebenbei wertvolle Impulse!

 


Kontaktdaten

alethia-group GmbH

Entwicklungszentrum
Molkereistraße 66
30826 Garbsen, Deutschland
Telefon: +49 (0)5131 50 18 0 50
Fax: +49 (0)5131 50 18 0 49

E-Mail: info@alethia.group

Web: www.alethia.group
 


Marco Ziegler und Matthias Milek über die Zusammenarbeit mit hannoverimpuls:

Wir sind im Sommer 2020 nach Hannover gezogen, hannoverimpuls unterstützt uns durch Plug & Work mit Mietzahlungen und öffnet uns sein Netzwerk. Hier helfen vor allem Kontakte zu Hochschulen und Industriepartnern, um unsere Technologie bekannt zu machen.

 

Anna Klose, Projektleiterin Internationalisierung bei der hannoverimpuls GmbH, über die Gründer*innen von Alethia:

Das Team hat zum Teil bereits 20 Jahre Erfahrung in der Automobilindustrie gesammelt oder kommt selbst aus dem Beratungsumfeld. Jetzt steht es mit seinem Unternehmen auf der anderen Seite. Hier haben wir es mit Profis zu tun, die sehr genau wissen, was sie wollen. Es macht Spaß, ihnen bei ihrer Entwicklung zur Seite zur stehen und auch Empfehlungen auszusprechen, wie etwa jüngst die Beteiligung am Gründungswettbewerb Startup Impuls.