Welthandel im Krisenmodus: Ist die Globalisierung am Ende?
Jahrzehntelang galt das Mantra der Wirtschaft: Arbeitsteilung. Die Industriestaaten produzieren Hightech, die Schwellenländer übernehmen die Produktion der einfachen oder der Vorprodukte – weil die Arbeitslöhne dort unschlagbar niedrig sind.
Die Lieferketten wurden immer komplexer und Lagerkosten sparte man sich durch „Just-in-Time“-Anlieferung. Erst brachte das Coronavirus die globalen Lieferketten durcheinander, nun führt uns der Krieg in der Ukraine unsere starken Abhängigkeiten von den weltweiten Rohstoffmärkten schonungslos vor Augen. Die große Offenheit der deutschen Wirtschaft – die in guten Zeiten ihre große Stärke ist – erweist sich derzeit als Verletzlichkeit. Läutet das eine Deglobalisierung ein?
„Seit der globalen Finanzkrise 2008 findet längst eine Deglobalisierung statt, die jüngsten Krisen haben diesen Prozess nur weiter beschleunigt“, sagt Prof. Dr. Dalia Marin, österreichische Volkswirtschaftlerin und Professorin an der TUM School of Management der TU München. „Wenn wir den kooperativen Weg verlassen, droht ein immenser Wachstums- und Wohlstandsverlust“, hält Torsten Windels, Ökonom und langjähriger Chefvolkswirt der Norddeutschen Landesbank (NORD/LB) dagegen.
Gemeinsam mit Unternehmensvertretern derBlock Transformatoren-Elektronik GmbHund der Jäger Gummi und Kunststoff GmbH diskutieren sie, was ein Rückzug der Unternehmen aus weltweiter ökonomischer Verflechtung bedeutet. Stehen wir längst am Wendepunkt zu einer deglobalisierten Welt?
Moderiert wird das Gespräch vom Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen e.V., Dr. Volker Müller. Im Anschluss an das Gespräch auf dem Podium haben unsere Gäste die Gelegenheit zum individuellen Networking.
16:30 Uhr Einlass
16:45 Uhr Begrüßung durch die Veranstalter*innen
17:00 Uhr Podiumsdiskussion mit anschließendem Networking
19:00 Uhr Ende der Veranstaltung
Partner
Veranstaltungsort
Sparkasse Hannover, Raschplatz 4, 30165 Hannover
Bitte klicken Sie, um die Inhalte von Google Maps zu laden. Dabei werden eventuell personenbezogene Daten an den Anbieter übertragen.