BÜROIMMOBILIENMARKT

Marktstimmung: Verhaltener Start, grundsätzlich optimistisch

Ausgewählte Büroprojekte

Anna

© Aurelis/Architekten ahrens und grabenhorst
Anna

Auf dem Gelände des ehemaligen Südgüterbahnhofs in der hannoverschen Südstadt hat Aurelis bis Ende 2021 auf 5.100 qm das Bürogebäude "Anna" errichtet. Nutzer sind KPMG AG (4.000 qm) sowie eine Kita (550 qm) und Kieser Training (550 qm). Die Fertigstellung des Bürogebäudes schloss die Gesamtentwicklung des Areals am Südbahnhof in Hannover ab. In den vergangenen Jahren wurden bereits Flächen an Kleingewerbetreibende veräußert, ein Fachmarktzentrum errichtet und ein Wohnhaus mit 142 Wohneinheiten sowie rund 2.000 Quadratmeter Bürofläche gebaut. Zudem wurde mit der Realisierung der Anna-Zammert-Straße die dazugehörige Verkehrserschließung geschaffen.

anzeigen

Archiv-/Depot- u. Bürogebäude für die Fachbereiche Kultur und Schule

© NH-Studio Hamburg
Archiv-/Depot- u. Bürogebäude für die Fachbereiche Kultur und Schule

An der Vahrenwalder Straße entsteht ein neues Archiv-/Depot- u. Bürogebäude für die Fachbereiche Kultur und Schule - u.a. wird das Stadtarchiv Hannover dort einziehen und weitere Magazine und Depots der hannoverschen Museen an einem Standort vereinen. Den Zuschlag für den Neubau erhielt der hannoversche Projektentwickler bauwo. Bis September 2023 entsteht im Norden Hannovers damit das größte Kommunalarchiv Niedersachsens.

anzeigen

BOB.Hannover Fischerhof

© BOB efficiency design AG
BOB.Hannover Fischerhof

BOB.Hannover Fischerhof heißt das Büroquartier, das nach Abriss des Kaisercenters auf dem Gelände der ehemaligen Kaiserbrauerei direkt am S-Bahnhof Fischerhof entsteht. Nach dem Entwurf des hannoverschen Büros agsta Architekten Dr. Schulte, Petersen & Partner entwickelt die Aachener BOB AG in zwei Bauabschnitten in Klinkerarchitektur mit rund 23.000 m2 Mietfläche ein Objekt mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

anzeigen

Büroprojekt V 253

© Architekturbüro Kiefer | Sander für Hanseatic Group, Hildesheim
Büroprojekt V253

Zwischen Kabelkamp und historischem Wasserturm soll der Büroneubau V 253 mit ca. 12.000 qm Mietfläche entstehen. Der geplante Baukörper wird wesentlicher Bestandteil der Neuausrichtung des Areals nördlich des Mittellandkanals und fügt sich als wirkungsvolles Gegenüber zu den bestehenden Bürogebäuden an der Vahrenwalder Straße ein.

anzeigen

Continental Hauptverwaltung

© Continental AG
Continental Hauptverwaltung

Mit dem Bau der neuen Unternehmenszentrale der Continental AG an der Hans-Böckler-Allee in Hannover wurde im Jahr 2018 begonnen. Die neue Hauptverwaltung soll voraussichtlich 2023 fertiggestellt werden. 
Die insgesamt acht miteinander verbundenen Gebäude bieten in der ersten Ausbaustufe Platz für 1.250 Beschäftigte. Eine spätere Erweiterung auf 1.600 Arbeitsplätze ist möglich.

Zu den prägenden Elementen zählt eine stützenfreie Brücke mit einer Spannweite von 71 Metern. Sie verbindet den nördlichen mit dem südlichen Campus über die Hans-Böckler-Allee hinweg. 

anzeigen

City Gate Nord (2. BA)

© MACINA digital film GmbH & Co KG/Delta Bau AG
City Gate Nord (2. BA)

Die Hannover Region Grundstücksgesellschaften und die Delta Bau AG aus Hannover haben auf dem restlichen ca. 5.000 m² des insgesamt ca. 14.000 m² großen und als City Gate Nord bekannten Grundstücks ein weiteres Büro- und Verwaltungsgebäude errichtet. Das sechsgeschossige, DGNB Gold-zertifizierte Bauwerk mit einer Nutzfläche von insgesamt ca. 11.000 m² wurde im 2. Quartal 2022 fertiggestellt und an den Mieter ExxonMobil Production Deutschland GmbH, BKK Mobil Oil und BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG übergeben.

anzeigen

H₃ö

© STRABAG Real Estate
H₃ö

"Hannovers nachhaltigstes Büroquartier" - so nennt die STRABAG ihr Vorzeigeprojekt H3ö in Groß-Buchholz. Auf dem Campus sind bis 2023/24 rd. 25.000 Bürofläche in drei Gebäudekomplexen geplant, deren technisches Herzstück u.a. eine innovative und klimaneutrale Heiz- und Kühltechnik mit einem Eisspeicher ist. Die drei Gebäude setzen unterschiedliche Konzepte um: mit einer monolithischen Ziegelbauweise, als Holzhybrid-Gebäude oder über eine vielfältige Fassadenbegrünung.

anzeigen

Hy_live

© Quelle: i Live EXPO Campus GmbH/Visualisierer: MACINA digital film
HY_live

Seine ikonische Architektur machte den niederländischen Pavillon zum Wahrzeichen der EXPO 2000. In Zukunft bieten die verschiedenen Ebenen Raum für eine neue innovative Art des Arbeitens. Für die Planung ist das renommierte Architekturbüro MVRDV aus Rotterdam beauftragt, das den niederländischen Pavillon auch ursprünglich realisiert hatte. Um den Pavillon herum entstehen in der HY_live Loop rund 380 Mikroappartments, ergänzt um weitere Arbeitsflächen.

anzeigen

Joachims Carrée

© Olaf Mahlstedt
Joachims Carrée (Getec Immobiliengruppe)

Das Büro- und Geschäftshaus in der Joachimstraße (22.255 qm Gesamtfläche) wurde ursprünglich 1969 von der Bundesbahn errichtet und bis zuletzt von der Deutschen Bahn genutzt. Die Getec Immobiliengruppe hat den Gebäudekomplex neben dem Hauptbahnhof bis zum Sommer 2021 grundlegend saniert. Hauptmieter ist nun der Fachbereich Jugend und Familie der Landeshaupstadt Hannover. Im Erdgeschoss zur Joachimstraße und zum Thielenplatz sind Einzelhandelsflächen entstanden.

anzeigen

Swiss Life Karriere Campus

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit. Aenean commodo ligula eget dolor. Aenean massa. Cum sociis natoque penatibus et magnis dis parturient montes, nascetur ridiculus mus. Donec quam felis, ultricies nec, pellentesque eu, pretium quis, sem. Nulla consequat massa quis enim.

anzeigen

Torhaus Expo Park

© MACINA digital film GmbH & Co KG
Torhaus Expo Park

Die Delta HRG (ein Gemeinschaftsunternehmen der Delta Bau AG und der Hannover Region Grundstücksgesellschaft mbH) errichtet nahe der Expo Plaza ein neues Büro- und Verwaltungsgebäude, das Torhaus Expo Park. Das fünfgeschossige Gebäude, welches durch das Architekturbüro BKSP geplant wurde, verfügt über eine Nutzfläche von ca. 9.500 qm. Das Bürohaus soll im 2. Quartal 2022 fertiggestellt werden, Hauptmieter ist die Cochlear Deutschland GmbH.

anzeigen

Volkswagen Akademie

© MOSAIK architekten
Volkswagen Akademie

Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) plant ab 2024 die räumliche Bündelung aller Ausbildungsaktivitäten in einem Neubau, der Volkswagen-Akademie, im Wissenschaftspark Marienwerder. Auf einer Fläche von mehr als 8.000 qm sind Labore, Werkstattbereiche, Büros und Schulungsräume vorgesehen.

anzeigen

2021 betrug der Büroflächenumsatz rund 135.000 qm, trotz Corona unterm Strich kein schlechtes Jahr für den Büromarkt Hannover. Das erste Halbjahr 2022 startete verhalten mit rund 45.000 qm Büroflächenumsatz, auch wenn sich die Nachfrage belebt hat.

In den letzten fünf Jahren (2017 bis 2021) sind rund 205.000 qm Bürofläche neu gebaut und weitere 80.000 qm grundsaniert worden. Die Projektentwicklungsliste ist sehr gut gefüllt: Bis 2025 werden perspektivisch weitere 415.000 qm (davon rund 95.000 qm durch Sanierung) hinzukommen.

MARKTSTIMMUNG UND TRENDS

Es sind vor allem die potenziellen Nutzerinnen und Nutzer von großen Flächen, die derzeit zurückhaltender agieren. Wie an vielen anderen Standorten in Deutschland fallen die Gesuche nach Büroflächen tendenziell kleiner aus als in den Jahren vor der Pandemie. Einige Großnutzerinnen und Großnutzer verschieben zunehmend Anmietungsentscheidungen, gerade angesichts der aktuellen Unsicherheiten. Das führt nach Ansicht der Marktakteurinnen und -akteure dazu, dass manche der für die nächsten Jahre geplanten Projektentwicklungen noch keine Ankervermietung haben bzw. große Abschlüsse sich aktuell durch längere Verhandlungen ins zweite Halbjahr 2022 verschieben dürften.

Vor diesem Hintergrund weist die Jahresbilanz des Büroimmobilienmarkts für 2021 erneut einen Rückgang gegenüber dem Jahr 2020 aus, auch wenn der Dämpfer vergleichsweise gering ausfällt. Der Büroflächenumsatz lag Ende 2021 bei rund 135.000 qm – ein Minus von etwa 7 % (10.000 qm). Die Flächenumsätze liegen damit ca. 16 % unter dem fünfjährigen Mittel von rund 160.000 qm. Auch das erste Halbjahr 2022 startet mit rund 45.000 qm Umsatz eher verhalten – im Jahr 2021 lag der Halbjahresumsatz noch bei etwa 55.000 qm.

Die Leerstandsquote sinkt 2022 nach einem kräftigen Plus (von 3,3 auf 4 % in 2021) wieder leicht auf 3,9 % in der Stadt Hannover ab. Nachgefragt werden vor allem hochwertige Flächen in integrierten Lagen und Projektentwicklungen, die aufgrund ihrer Lage besonders geeignet sind für Unternehmen mit einem hohen Anteil an Forschung und Entwicklung im Technologiebereich. Dies schlägt sich auch in den Spitzenmieten nieder. Mitte 2022 steigt der Wert auf 18,50 Euro pro qm in der City – ein Plus von 50 Cent.

Die Spitzenmieten hatten sich in den letzten Jahren über alle Lagen sehr positiv entwickelt. Allerdings geraten sie am Cityrand und an den Ausfallstraßen aktuell leicht unter Druck und sinken auf 15,50 Euro pro qm (minus 50 Cent). Sie liegen damit wieder auf dem Niveau von 2019, aber trotzdem rund zwei Euro über dem Vergleichswert von vor fünf Jahren. Derzeit gibt es in diesen Lagen nur ein eingeschränktes Angebot kurzfristig verfügbarer neuwertiger Flächen. Mehrere Neubau-Projektentwicklungen sind allerdings in der Pipeline und dürften mittelfristig wieder einen Anstieg des Mietpreisniveaus in diesen Lagen befördern.

Langfristig vermietete Immobilien in nachgefragten Lagen stehen weiterhin hoch in der Gunst der Investorinnen und Investoren. Die Spitzenrenditen verharren bei niedrigen 3,8 %. Im Büromarkt wurden im vergangenen Jahr allerdings nur Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von rund 215 Mio. Euro verzeichnet. Investorinnen und Investoren sind weiterhin sehr interessiert, bleiben aber abwartend. Zudem sind viele der aktuell in Fertigstellung befindlichen Projekte bereits verkauft. Wenige laufende und neu begonnene Verkaufsprozesse werden dazu führen, dass das Transaktionsvolumen auch zum Jahresende 2022 vergleichsweise niedrig ausfallen wird.

Angesichts der sehr gut gefüllten Projektentwicklungspipeline verbreiten Marktakteurinnen und -akteure pragmatischen Optimismus. Dieser ist gut begründet: Bis Ende 2025 werden vsl. Büroflächen in einem Gesamtumfang von rund 415.000 qm fertiggestellt. Da in den nächsten Jahren weiterhin von leicht steigenden Bürobeschäftigtenzahlen in Hannover auszugehen ist, dürfte sich das Bürovermietungs- bzw. Projektentwicklungsvolumen insgesamt auf dem Niveau von 2020/2021 stabilisieren. Die Entwicklung am Büroimmobilienmarkt ist allerdings eng verknüpft mit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der Region Hannover und in Deutschland. Klar ist, dass sich Immobilienmarkt und Gesamtwirtschaft weiterhin in einer herausfordernden Situation befinden.

Dieses Dokument dem Sammelkorb zufügen
nach oben