Pendleraufkommen
Analysen für Niedersachsen belegen, dass die Arbeitsmarktregion Hannover deutlich über die Grenzen der Region hinausreicht und eng mit den angrenzenden Landkreisen verbunden ist.
Das Pendleraufkommen innerhalb der Region Hannover ist hoch und steigt weiter: 61 Prozent der in der Region Hannover tätigen 548.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind Pendler*innen, d.h. sie arbeiten nicht an ihrem Wohnort. Einen proportional hohen Überschuss an Einpendler*innen weisen 2025 neben der Landeshauptstadt Hannover auch Burgwedel, Langenhagen und Isernhagen auf. Starke relative Auspendlerüberschüsse verzeichnen hingegen u.a. Ronnenberg, Wennigsen, Seelze, Uetze sowie Burgdorf.
Im Jahr 2025 zählt die Region Hannover rund 144.000 regionsexterne Einpendler*innen – ein Viertel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort (Stichtag 30.06.). Dem gegenüber stehen knapp 73.000 Beschäftigte, die in der Region Hannover leben, jedoch außerhalb der Regionsgrenzen arbeiten.
Neben der positiven Beschäftigungsentwicklung führt eine Vielzahl von Faktoren zu Veränderungen des Pendleraufkommens, wie u.a. die Wohnmöglichkeiten, Anforderungen und Rahmenbedingungen für Beschäftigte sowie die Verkehrsinfrastruktur.
Die gestiegene Bedeutung von Remote Work – also bspw. der zeitweisen Arbeit aus dem Homeoffice oder aus Coworking Spaces – lässt sich anhand des Pendleraufkommens nicht ableiten, da ausschließlich Wohn- und Arbeitsort in Beziehung gesetzt werden, nicht jedoch die Häufigkeit der Fahrten.