„Wirtschaftsförderung ist der Schlüssel zum Erfolg – auch in Krisenzeiten.“

Doris Petersen, seit 1. Januar 2020 Geschäftsführerin der hannoverimpuls GmbH, zieht eine erste Bilanz nach 100 Tagen plus Corona im Amt.

„Arbeiten unter besonderen Bedingungen und mit einem festen Ziel im Blick: den Unternehmen aus Stadt und Region mit möglichst viel Schwung aus dem Krisenmodus helfen“, fasst Doris Petersen, seit 1. Januar 2020 Geschäftsführerin der hannoverimpuls GmbH, ihre ersten Monate im Amt zusammen. Allein über die Corona-Hotline ihres Teams wurden rund 850 Unternehmen in mehr als 3.300 Beratungsgesprächen erfolgreich bei ihren Fragen und Anliegen rund um die Corona-Soforthilfen von Stadt, Land und Bund sowie bei vielen weiteren Fragen unterstützt – und dabei ruhte das komplexe Tagesgeschäft der Beratung und Unterstützung von Gründer*innen und Bestandsunternehmen selbstverständlich nicht. „Ich bin sehr stolz auf die Leistung meines Teams, denn man darf nicht vergessen, letztlich sind auch wir ein Unternehmen in Corona-Zeiten“, berichtet Doris Petersen von ihren ersten Monaten, die vor allem Führen im Krisenmodus bedeuteten.

Statt sich in ihre Aufgaben einarbeiten und Team und Ansprechpartner*innen in Ruhe kennenlernen zu können, musste die neue Geschäftsführerin von hannoverimpuls direkt tief in die Arbeit eintauchen und sich mit ihren Mitarbeiter*innen per E-Mail, Telefon oder Videokonferenz besprechen. „Eins der Themen auf meiner To-do-Liste im Vorfeld war natürlich die Digitalisierung und die Frage: Wie digital muss eine Wirtschaftsförderung sein? Das Virus und die dazugehörenden Kontaktbeschränkungen haben die Umsetzung rapide beschleunigt: In Windeseile haben wir zahlreiche analoge Angebote neu als digitale Formate aufgesetzt. In Zeiten, in denen die Wirtschaft quasi stillsteht, muss Wirtschaftsförderung mit Volldampf liefern, um Impulse für die nötige Flexibilität, Kreativität und den Innovationsgeist von Unternehmen zu geben.“

So wurde das Intensiv-Coaching-Programm „Gründen kompakt innerhalb kürzester Zeit von einem Präsenz-Format auf digitale Füße gestellt, um nur ein Beispiel zu nennen. Darüber hinaus hat hannoverimpuls eine Webinar-Reihe zum Thema „Innovationsmanagement“ in Kooperation mit der IHK gestartet. Daneben hat das Team von hannoverimpuls gemeinsam mit dem geförderten kreHtiv Netzwerk Hannover e.V. auch die Plattform „hannovertraegtmaske.de“ entwickelt, die allen Bürger*innen hilft, in der Region Hannover Bezugsadressen für die vorgeschriebenen Masken zu finden.

Auch das begehrte Flaggschiff der Wirtschaftsförderung, der kostenlose „Beratungstag 2020“, hat in diesem Jahr stattgefunden – online, mit kostenlosen Webinaren und mehr rund um die Themen „Steuern“, „Finanzen“ und „Versicherungen“. 165 Personen haben daran teilgenommen. Selbst die Preisverleihung des Gründungswettbewerbs „Startup Impuls“, einer der regional höchstdotiertesten Gründungswettbewerbe, den hannoverimpuls mit dem langjährigen Partner, der Sparkasse Hannover, auslobt, wird digital stattfinden. Geplant war wie immer eine große Abendveranstaltung, jetzt wird das Event am 7. Juli 2020 als Livestream übertragen.

Bei der Fortsetzung der Bundesligasaison war Hannover sogar schneller als die echte Liga: In einem virtuellen FiFA-Fußballtunier am 23. und 24. Mai, dem „Virtual Champion Niedersachsen“, wurden alle 81 Bundesligaspiele nachgeholt, die durch Corona ausgefallen waren. Mehr als 50.000 Fußballfans waren online bei dem Event vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung und
hannoverimpuls in Zusammenarbeit mit dem Pixelpokal und Niedersachsen.digital. live dabei. Am 17.06.2020 geht es in Sachen eSports weiter mit dem Fußballturnier „Startup-City Cup“ unterstützt von Hannover 96.

„Beim Thema Digitalisierung sind wir sicher erst einen kleinen Teil des notwendigen Weges gegangen, aber das Tempo, mit dem das Team all das in den vergangenen Wochen umgesetzt hat, verdient besondere Anerkennung“, lautet die Zwischenbilanz von Doris Petersen.

Darüber hinaus hat die Geschäftsführerin von hannoverimpuls in der Zwischenzeit dem Aufsichtsrat ihr neues Konzept für den Accelerator VentureVilla präsentiert und grünes Licht erhalten: Die Finanzierung der Startup-Schmiede ist wieder gesichert. Bis Ende 2022 sorgt die hannoverimpuls GmbH für die erforderliche Liquidität des Accelerators in Höhe von rund 200.000 Euro pro Jahr.  Ein Erfolgsmodell, welches es weiterzuentwickeln gilt, denn die Startups konnten bisher bereits acht Millionen Euro Kapital und überregionale Fördergelder nach Hannover holen: „Das qualitativ gute Coaching der VentureVilla lockt mittlerweile Investoren aus ganz Deutschland. So haben gerade erst wieder vier Startups trotz Corona hohe private Investitionen einfahren können. Ich bin zuversichtlich, dass die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben wird“, beschreibt Doris Petersen ihre Pläne, gemeinsam mit den Geschäftsführer*innen der Villa ergänzende Finanzierungskonzepte für die Zukunft zu entwickeln.

Eine der zentralen Säulen von hannoverimpuls, das Thema „Internationalisierung“, leidet zwangsläufig unter den Corona-Reisebeschränkungen. Doch auch hier hat das Team mit „Oulu trifft Hannover“ bereits ein erstes digitales Format entwickelt, bei dem Unternehmen aus Oulu und Hannover digitale Lösungen und Anwendungen präsentieren, mit denen sich Produktionen automatisieren und Prozesse effizienter gestalten lassen. Interessierte treffen die Hightech-Unternehmen in einem Online-Matching am 18. Juni. Einen Tag davor startet die Webinar-Reihe „Hannover Deep Dive - Health Industry“ für nordische Unternehmen, die in den deutschen Markt expandieren und in Hannover ansiedeln wollen: „Das sind vielversprechende Fundamente, auf die wir intensiv aufbauen werden“, verspricht Doris Petersen.

Der Prozess des Übergangs zu einer neuen Geschäftsführung von hannoverimpuls, für den Ulf-Birger Franz und Dr. Axel von der Ohe als nebenamtliche Geschäftsführer verantwortlich zeichneten, endete am 31. Mai 2020. Die beiden haben die Geschäfte der Wirtschaftsförderungsgesellschaft damit vertrauensvoll in die alleinigen Hände von Doris Petersen gelegt. Und die kann mit ihrer 100-Tage-plus-Corona-Bilanz mehr als zufrieden sein. „Der Standort Hannover hat noch ganz viel mehr Potenzial, das wollen wir Schritt für Schritt heben. Kurz gefasst: Wir wollen das Profil Hannovers weiter schärfen und zusätzlich neue Akzente setzen“, skizziert die Geschäftsführerin ihre Vision für den Standort Hannover.

Ein neues Projekt, das bereits gestartet wurde, ist der „Female Health Incubator“: Startup-Geschäftsmodelle von Frauen im Frauen-Gesundheitsbereich sollen gefördert werden. Der Fokus liegt auf „Femtech“ und „Digital Health“. Die Fördersumme: 280.000 Euro. Und auch beim Technologiezentrum gibt es Neuigkeiten: Es soll ein Erweiterungsbau her, aber dazu demnächst mehr.

Die Chefin von hannoverimpuls weiß genau, all die skizzierten Projekte und viele andere lassen sich nur mit einer starken Mannschaft realisieren, bei der auch der Teamgeist stimmt und sich alle einbringen. hannoverimpuls, das ist ein bunt gemischtes Team mit viel Know-how. Es war ein schlüssiger Schritt, die Offenheit und Vorurteilsfreiheit unter den Kolleg*innen jetzt auch nach außen deutlich zu machen. Deshalb hat hannoverimpuls die Charta der Vielfalt unterschrieben, um als gesamte Organisation Flagge für Vielfalt zu zeigen. Und: Trotz all der Vorzüge von Digitalisierung weiß Doris Petersen auch um die wichtige Bedeutung von analogen Treffen. Deshalb hat sie beim „Vision Day“ jetzt endlich gemeinsam mit ihren Mitarbeiter*innen das nachgeholt, was wegen Corona lange nicht ging: Die Chefin hat sich mit ihrem Team einen Tag lang zurückgezogen: „Wir haben analog zusammen weitere Optionen und Ideen für die Zukunft ausgelotet, die wir angehen wollen!“





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