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Trends und Fakten 2018

Stetiger Zuwachs bei Bevölkerung, Pendelverkehr und Beschäftigten

Die Region Hannover baut ihre Position als starker Wirtschaftsstandort weiter aus.

„Trends und Fakten 2018“ der Region Hannover liefert aktuelle Zahlen zum Wirtschafts- und Lebensraum

Steigende Bevölkerungszahlen, mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und so viele Pendlerinnen und Pendler wie nie zuvor: Die Region Hannover baut ihre Position als starker Wirtschaftsstandort weiter aus.

Die aktuelle Broschüre „Trends und Fakten“, die jährlich von der Wirtschaftsförderung der Region Hannover herausgegeben wird, fasst die wichtigsten regionalwirtschaftlichen Zahlen und Daten unter anderem zu Bevölkerung, Beschäftigung, Kaufkraft oder Einzelhandel zusammen und liefert aktuelle Informationen zu Leitbranchen, Bildung und Wissenschaft, Immobilien und Gewerbeflächen, Tourismus und Messen.

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Alexander Skubowius, Leiter des Fachbereichs Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, und Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz, präsentieren die "Trends und Fakten" mit den aktuellen regionalwirtschaftlichen Struktur- und Entwicklungsdaten der Region Hannover.

Attraktiver Standort zum Leben und Arbeiten

„Die Region Hannover ist ein dynamischer Wirtschaftsstandort und lockt mit ihrer guten Verkehrsanbindung und einem attraktiven Angebot an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen immer mehr Menschen an“, sagt Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz. „Nicht nur die Bevölkerung entwickelt sich erfreulich, auch die Zahl der Pendlerinnen und Pendler aus den angrenzenden Landkreisen hat in den letzten zehn Jahren zugelegt.“

Die Bevölkerung wächst weiter: Aktuell leben hier rund 1,15 Millionen Menschen. Zum Stichtag am 30.6.2017 zählt die Region über 126.000 regionsexterne Einpendlerinnen und -pendler, das sind 25.000 mehr als noch vor zehn Jahren. Die meisten Einpendler kommen aus Hildesheim, Schaumburg, Celle, Peine, Hameln-Pyrmont, Nienburg an der Weser, Heidekreis und Gifhorn. Der Pendlersaldo liegt bei 63.400, das entspricht 14,6 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Wohnort. Einen Überschuss an Einpendlern verzeichnen neben der Landeshauptstadt Hannover (+115.100) auch die Arbeitsmarktzentren Langenhagen (+11.300), Isernhagen (+1.900), Burgwedel (+1.800) und Laatzen (+1.200).

Weniger Betriebe aber steigende Beschäftigtenzahlen

Obwohl die Zahl der Betriebe um fast 2.000 zurückgegangen ist, steigt die Zahl der Beschäftigten um knapp 9.000 und verzeichnet mit insgesamt fast 500.000, darunter 266.300 Männer und 233.200 Frauen, ein neues Rekordhoch. In der Landeshauptstadt Hannover arbeiten 319.000 Menschen, im Umland etwa 180.000. Der Anteil der Beschäftigten mit einem akademischen Berufsabschluss ist in der Region Hannover erneut gestiegen und liegt mit 18,8 Prozent deutlich höher als in Niedersachsen und Deutschland. Im Gesundheits- und Sozialwesen (71.800), im verarbeitenden Gewerbe (69.400) sowie im Handel (66.200) arbeiten nach wie vor die meisten Beschäftigten.

Bildungsstandort von überregionaler Bedeutung

Auch in der schulischen und beruflichen Bildung ist die Region weiterhin ein Bildungsstandort von überregionaler Bedeutung, obwohl die Zahl der Schulabschlüsse an allgemein- und berufsbildenden Schulen leicht gesunken sind. Insgesamt verließen 2016 etwa 10.900 Schülerinnen und Schüler (Rückgang um 400) eine der über 100 weiterführenden Schulen mit einem Schulabschluss, und zwar häufiger mit einer Hochschulreife (40,6 Prozent) als im Landes- und Bundesdurchschnitt.

Rund 41.000 Schülerinnen und Schüler (Rückgang um 400) besuchen eine der Berufsbildenden Schulen. Mit der Leibniz Universität, der Hochschule Hannover, der Musikhochschule, der Medizinischen Hochschule und der Tierärztlichen Hochschule gilt Hannover als renommierter Wissenschafts- und Forschungsstandort. An den Hochschulen in Hannover sind fast 49.000 Studierende eingeschrieben – so viele wie noch nie zuvor.

Überdurchschnittliche Kaufkraft

Die Kaufkraft in der Region Hannover beträgt insgesamt 27,17 Milliarden Euro. Diese Summe entspricht einer durchschnittlichen Kaufkraft von rund 23.600 Euro pro Einwohner und liegt damit rund drei Prozentpunkte über der durchschnittlichen Kaufkraft in Deutschland. Auch bei der Einzelhandelskaufkraft schneidet die Region Hannover im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich ab: etwa 5.800 Euro pro Einwohner und 4,7 Prozentpunkten über dem bundesdeutschen Durchschnitt.

Bruttoinlandsprodukt über dem Landes- und Bundeswert

Mit 70.300 Euro je Erwerbstätigen und 40.900 Euro je Einwohner liegt das Bruttoinlandsprodukt in der Region Hannover deutlich über dem Landes- und Bundeswert. Auch die Bruttowertschöpfung als Gesamtwert aller produzierten Waren und Dienstleistungen ist sowohl pro Erwerbstätigem als auch pro Einwohner im Vergleich zu Niedersachsen und Deutschland höher. „Das unterstreicht die Wettbewerbsfähigkeit der Region Hannover“, sagt Wirtschaftsdezernent Franz.

Mehrheitlich Kleinbetriebe

Fast 49.000 Unternehmen sind in der Region Hannover angesiedelt, darunter über 42.400 Kleinstbetriebe (bis zu neun Beschäftigte) und 250 Großbetriebe mit mehr als 250 Beschäftigten. 27 der 100 umsatzstärksten Unternehmen Niedersachsens sowie 21 der 50 wertschöpfungsstärksten Firmen Niedersachsens haben ihren Sitz in der Region Hannover.

Revitalisierung von Gewerbebrachen wird zunehmend wichtiger

Das Gewerbeflächenangebot ist einer der wichtigsten Standortfaktoren für Unternehmen, die sich in der Region Hannover ansiedeln und erweitern wollen. Insgesamt 91 Hektar Gewerbeflächen sind in der Region Hannover sofort vermarktbar. Für weitere 191 Hektar gibt es Bebauungspläne, diese Flächen sind allerdings noch nicht erschlossen oder befinden sich im privaten Eigentum.

„Aufgrund von Flächenkonkurrenzen und Anforderungen an den Freiraumschutz stoßen die Entwicklungsmöglichkeiten neuer Gewerbeflächen zunehmend an ihre Grenzen“, sagt Franz. Wiedernutzbare Gewerbebrachen (aktuell 106 Hektar in der Region) bekommen dadurch eine besondere Bedeutung für die Region Hannover, die aktuell mit einem Projekt die Revitalisierung von Gewerbebrachen finanziell fördert.

Mietpreise unter dem Niveau anderer Großstädte

Die Mietpreise sind trotz Steigerungen und hoher Nachfrage nach wie vor unter dem Niveau anderer Großstädte – sowohl die Büro- und Ladenmieten als auch die Wohnungsmieten. In der Landeshauptstadt Hannover liegen die Büromieten pro Quadratmeter zwischen sechs Euro und 15,50 Euro. In der Innenstadt liegen die Ladenmieten zwischen 14 Euro und 210 Euro pro Quadratmeter. Auch die Wohnungsmieten und Kaufpreise für Baugrund und Eigentumswohnungen sind im Vergleich zu anderen Großstädten in Deutschland moderat.

Tourismus boomt - neuer Rekord bei Übernachtungen

Ein beliebtes Reiseziel: Mit knapp 2,3 Millionen Übernachtungen im vergangenen Jahr festigt die Landeshauptstadt ihre Position als übernachtungsstärkste Stadt in Niedersachsen. Auch das Umland von Hannover verzeichnet rund 1,7 Millionen Übernachtungen und damit sogar mehr als Großstädte wie Bremen, Essen oder Dortmund. Insgesamt zählte die Region Hannover 2017 über vier Millionen Übernachtungen – ein neuer Rekord. Für die Bekanntheit und das Image des Wirtschaftsstandortes Hannover sind vor allem auch die insgesamt 60 Messen im Jahr 2017 mit rund zwei Millionen Gästen ein wichtiger Standortfaktor.