Modellprojekt

Welcome to Hannover Region

Unterstützung von Unternehmen aus der Region Hannover bei der Fachkräftegewinnung aus Drittstaaten im Rahmen des neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes

In der Region Hannover fehlen in vielen Branchen und Berufen Fachkräfte. Dieser Mangel kann nicht allein durch das inländische Arbeitskräfteangebot bewältigt werden. Aufgrund der alternden Gesellschaft ist es absehbar, dass sich diese Lage deutlich verschärfen wird. Ein Lösungsansatz ist die gezielte Gewinnung ausländischer Fachkräfte.

Ausländische Fachkräftepotenziale nutzen

Durch das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz (März 2020) hat die Bundesregierung ein Instrumentarium für die leichtere Fachkräftegewinnung aus Drittstaaten geschaffen. Dieses wird jedoch bisher nur von wenigen Unternehmen aus der Region Hannover genutzt. Das fehlende Know-how und der bürokratische Aufwand sind dabei große Hürden. Mit einem Modellprojekt will die Region Hannover es Unternehmen erleichtern, diese Hürden zu nehmen und sie dazu motivieren, internationale Fachkräfte stärker in ihre Personalrekrutierung einzubeziehen.

Modellprojekt mit starker Kooperationsstruktur

Im Projekt „Welcome to Hannover Region“ soll eine regionale Kooperationsstruktur für die Fachkräftegewinnung aus Drittstaaten für hannoversche Unternehmen aufgebaut werden. Zusammen mit den Arbeitsmarktakteuren der Fachkräfteallianz Hannover“ soll ein ganzheitlicher Musterprozess entwickelt, umgesetzt und verstetigt werden, um erfolgreich qualifizierte ausländische Fachkräfte zu gewinnen und zu integrieren.

Sowohl bei der Fachkräftegewinnung im Ausland als auch bei der Akquise passender Stellen in der Region Hannover profitiert das Projekt von der Expertise der Kooperationspartner (u.a. Bundesagentur für Arbeit (BA), Industrie- und Handelskammer Hannover (IHK), Handwerkskammer Hannover (HWK)). Kernbestandteil des Projektes ist die enge Begleitung bei der Integration der Fachkräfte in Zusammenarbeit mit lokalen Verbänden und Initiativen.

Mit dem Modellprojekt will die Region Hannover international unter Beweis stellen, dass der Wirtschaftsraum Hannover ein attraktiver Beschäftigungsstandort mit gelebter Willkommenskultur ist.

Partnerland Tunesien

In der ersten Projektphase rekrutieren wir Fachkräfte aus Tunesien für folgende Berufe:

  • Elektroniker*in für Automatisierungstechnik
  • Elektroniker*in für Betriebstechnik
  • Elektroniker*in für Geräte und Systeme
  • Elektroniker*in Energie- und Gebäudetechnik
  • Elektroanlagenmonteur*in
  • Anlagenmechaniker*in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

Alle von uns vorausgewählten Fachkräfte bringen einen abgeschlossenen Berufsabschluss sowie Berufserfahrung mit. Neben der deutschen Sprache (B1-Sprachniveau) sprechen sie Arabisch (Muttersprache) und teilweise Französisch und Englisch und haben an einem interkulturellen Kompetenztraining „Leben und Arbeiten in Deutschland“ teilgenommen.

Unser Angebot - Was wir leisten:

Fachkräfterekrutierung im Ausland durch ZAV(BA) und GIZ

Die Fachkräfterekrutierung im Ausland übernehmen die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der BA und die Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ). Sie prüfen die Eignung der Bewerberinnen und Bewerber anhand formaler Kriterien (u.a. Vorprüfung von Berufsabschlüssen) und durch persönliche Auswahlgespräche. Die ausgewählten Fachkräfte werden den Unternehmen vorgeschlagen und Interviews mit den interessierten Arbeitgebern aus der Region Hannover organisiert. Nach einem erfolgreichen Matching mit Unternehmen erhalten die ausgewählten Bewerberinnen und Bewerber noch im Heimatland einen Deutschkurs (bis B1-Sprachniveau) und ein interkulturelles Vorbereitungstraining zum Thema „Leben und Arbeiten in Deutschland“. Parallel leiten die ZAV und GIZ die Abwicklung der Anerkennungs- und Arbeitsmarktzulassungsverfahren für die Fachkräfte ein und bereiten deren Einreise nach Deutschland vor.

Anerkennung und Anpassungsqualifizierung durch IHK und HWK Hannover

Die IHK und HWK übernehmen je nach Zuständigkeit den Anerkennungsprozess. Beide Kammern unterstützen die Neuankömmlinge nach der Ankunft in Hannover bei der weiterführenden Anpassungsqualifizierung. Bei Bedarf werden die internationalen Fachkräfte an einen weiterführenden berufsbegleitenden (Fach)Sprachkurs (B2-Sprachniveau) vermittelt.

Integrationsbegleitung durch die Region Hannover

Damit das Beschäftigungsverhältnis sicher und nachhaltig ist, spielt das Ankommen neuer Fachkräfte im Betrieb und am neuen Wohnort eine besonders wichtige Rolle. Die Beschäftigungsförderung der Region Hannover übernimmt in den ersten drei bis sechs Monaten nach der Einreise die ganzheitliche Integrationsbegleitung. Dazu gehören Willkommensveranstaltungen, interkulturelle Trainings, Behördengänge, Aushändigung integrationsrelevanter Informationsbroschüren sowie die Vernetzung mit der örtlichen Community. Auch die Unternehmen werden in der Onboarding-Phase durch Diversity-Schulungen, Unternehmens-Stammtische und einen persönlichen Ansprechpartner bei der Region Hannover betreut.

Was Sie als Arbeitgeber einbringen sollten

Als Arbeitgeber übernehmen Sie

  • die Reisekosten Ihrer neuen Fachkraft aus dem Herkunftsland nach Deutschland,
  • die Kosten für Anpassungsqualifikationen, die eventuell für die volle Anerkennung des ausländischen Berufsabschlusses notwendig sind, sowie für einen berufsbegleitenden Deutschkurs (B2-Sprachniveau). Die Kosten für den Sprachkurs können vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) voll oder anteilig übernommen werden.
  • Außerdem sollten Sie bei der Organisation einer adäquaten Wohnmöglichkeit unterstützen.

Suchen Sie nach qualifizierten Fachkräften in den genannten Berufen und wollen Sie von der ganzheitlichen Begleitung durch unser Projekt „Welcome to Hannover Region“ profitieren? Dann sprechen Sie uns an!

 

Kontakt

Tornike Murtskhvaladze

Projektkoordination

Region Hannover

Beschäftigungsförderung

Kooperationspartner

  • Bundesagentur für Arbeit
  • Gesellschaft für die Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
  • Industrie- und Handelskammer Hannover
  • Handwerkskammer Hannover
  • RKW Nord (IQ Netzwerk)
  • Ausländerbehörde der Landeshauptstadt Hannover
  • Ausländerbehörde der Region Hannover
  • Caritasverband Hannover
  • Arbeitsgemeinschaft Migrantinnen/Migranten und Flüchtlinge in Niedersachsen
  • MigrantInnenSelbstOrganisationen (MiSO)-Netzwerk Hannover e.V.

Strategischer Partner:

AG Zuwanderung und Willkommenskultur der Fachkräfteallianz Hannover

 

Zum Projekt

„Welcome to Hannover Region“ ist eines von 23 regionalen Start Guide-Projekten, gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung. Projektlaufzeit ist März 2021 bis Februar 2023.

 

 





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