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KRH und MHH sichern 4,9 Prozent aller Arbeitsplätze

Studie unterstreicht hohe regionale Wertschöpfungs- und Arbeitsplatzeffekte der beiden größten Kliniken Hannovers

Eine aktuelle Studie hat die beiden größten hannoverschen Kliniken, das KRH Klinikum der Region Hannover sowie die Medizinische Hochschule (MHH),im Hinblick auf die durch sie ausgelöste lokale Wertschöpfung und Beschäftigung untersucht. Das KRH sichert demnach direkt und indirekt 2,2 Prozent aller Arbeitsplätze in der Region Hannover, die MHH 2,7 Prozent. Rund 50 Prozent der „wirtschaftlichen Impulse“ (Gesamtausgaben) der Klinken bleiben in der Region. Aber: Vor allem im Zuliefererbereich gibt es Potenzial für eine verbesserte regionale Wertschöpfung – und Ansatzpunkte für die Wirtschaftsförderung.

KRH und MHH sichern 4,9 Prozent aller Arbeitsplätze in der Region Hannover/Potenzial im Zuliefererbereich

Hannover, 16. Dezember 2013.

Als eine der zentralen Branchen der Region Hannover steht die Gesundheitswirtschaft im Fokus der hiesigen Wirtschaftsförderung. Neben der Unterstützung neuer wirtschaftlicher Aktivitäten geht es dabei vor allem um die Verlängerung bzw. Verbesserung der bestehenden Wertschöpfungsketten zugunsten der Region. Welche Bedeutung die beiden zentralen hannoverschen Kliniken, das KRH Klinikum Region Hannover sowie die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), tatsächlich für die lokale Wertschöpfung und Beschäftigung haben und welche Ansätze zur Optimierung sich insbesondere in den Bereichen der Hightech-Medizin, der Medizintechnik sowie ihrer Zulieferketten daraus ergeben, stand im Mittelpunkt einer aktuellen Untersuchung, die heute vorgestellt wurde.

Mit der Analyse wurde das hannoversche Pestel-Institut betraut, das in den vergangenen Jahren bundesweit zahlreiche ähnliche Untersuchungen durchgeführt hat. Die Ergebnisse im Überblick:

Medizinische Hochschule Hannover (Zahlen für 2012):

  • Vom wirtschaftlichen Impuls der MHH in Höhe von 846 Millionen Euro verbleiben 50 Prozent in der Region Hannover, 57 Prozent in Niedersachsen. Dieser Nachfrageimpuls löste im Inland eine Wertschöpfung von 1,2 Milliarden Euro aus.
  • Jeder bei der MHH Beschäftigte zieht 0,7 weitere Arbeitsplätze in der Region Hannover nach sich. Insgesamt wurden im Inland durch die MHH 22.410 Arbeitsplätze ausgelöst, hiervon knapp 14.000 in der Region und rund 14.450 in Niedersachsen (einschließlich der Region Hannover).
  • In der Region Hannover werden 2,7 % der mehr als 520.000 Arbeitsplätze direkt, indirekt und induziert durch die MHH gesichert.

Klinikum Region Hannover (Zahlen für 2012):

  • Vom wirtschaftlichen Impuls des KRH in Höhe von 599 Millionen Euro verbleiben 52 Prozent in der Region Hannover und in Niedersachsen 61 Prozent. Der Nachfrageimpuls löste im Inland eine Wertschöpfung von 925 Millionen Euro aus.
  • Jeder beim KRH Beschäftigte zieht 0,6 weitere Arbeitsplätze in der Region Hannover nach sich. Insgesamt wurden im Inland durch das KRH 18.099 Arbeitsplätze ausgelöst, hiervon knapp 11.500 in der Region und fast 12.000 in Niedersachsen (einschließlich der Region Hannover).
  • In der Region Hannover werden 2,2 % der mehr als 520.000 Arbeitsplätze direkt, indirekt und induziert durch das KRH gesichert.

„Der kommunale Krankenhausverbund freut sich sehr über die Ergebnisse der Studie, die den Mehrwert belegen, den das KRH über die medizinische Versorgung hinaus durch die wirtschaftlichen Effekte und vielfachen Verflechtungen in der Region hat“, sagte der medizinische Geschäftsführer des KRH Prof. Diethelm Hansen.

„Insgesamt kann festgehalten werden, dass Krankenhäuser wie das KRH und die MHH beachtliche regionale Effekte auslösen“, fasste Dr. Karin Janssen vom Pestel-Institut zusammen. „Die Kliniken KRH und MHH sind ein wichtiger Bestandteil der regionalen Wirtschaft, strahlen darüber hinaus nach Niedersachsen aus und stabilisieren den regionalen Arbeitsmarkt“, ergänzte Ralf Meyer von hannoverimpuls. Gleichwohl dokumentieren die Untersuchungsergebnisse Ansatzpunkte für zukünftige Projektplanungen von hannoverimpuls. An welchen Stellen und mit welchen Mitteln Wertschöpfungsketten zugunsten der Region angepasst werden könnten, zeigt sich zum Beispiel daran, dass der Studie nach deutlich mehr als 80 Prozent des pharmazeutischen Wareneinkaufs der Kliniken nicht aus der Region Hannover bedient werden können. „Hier ist auch die Wirtschafsförderung gefragt, verstärkt Zulieferer zu einer Geschäftsaufnahme in der Region zu ermuntern und passende Angebote zu entwickeln“, so Meyer.

Holger Baumann, Vize-Präsident der MHH, Ressort Wirtschaftsführung und Administration: „Die Studie zeigt, wie groß die wirtschaftliche Rolle der MHH in der Region ist. Insgesamt wird von der MHH eine Wertschöpfung von 1,2 Milliarden Euro generiert, davon entfallen 698 Millionen Euro auf die Stadt Hannover. Auch die  Beschäftigungseffekte können sich sehen lassen: Zu den eigenen sind mehr als 4.480 zusätzliche Arbeitsplätze allein in Hannover, viele weitere in der Region und in Niedersachsen, von der MHH abhängig.