Frauen machen Standort

Stadt-Hannover-Preis geht an Gesa Lischka

Preisträgerin 2020

In einem Pressegespräch haben heute (11. Dezember) die Erste Stadträtin, Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette und die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Hannover, Friederike Kämpfe, gleichzeitig in ihrer Funktion als Vorsitzende der Jury, die diesjährige Preisträgerin des STADT-HANNOVER-PREIS „Frauen machen Standort“ 2020 vorgestellt und mit dem Preis gewürdigt.

Der STADT-HANNOVER-PREIS 2020 geht in diesem Jahr an Gesa Lischka, Geschäftsführerin und Inhaberin der Kreativ- und Neurostrategieagentur Kochstrasse – Agentur für Marken. Vor mehr als zwei Dekaden, im Jahr 1996, gründete die Unternehmerin mit vier anderen Kreativen die Agentur auf einem Dachboden in der Kochstraße in Linden. Inzwischen gibt es insgesamt 56 Beschäftige, davon sind 26 Frauen. Die Agentur gilt als hannoversche Talentschmiede und hat bereits 21 Personen ausgebildet. Als in Deutschland ausgewiesene Spezialist*innen im Bereich Neuromarketing und Giphy-Marketing unterstützt das Team um Gesa Lischka nicht nur nationale und internationale Marken sowie regionale Konzerne, sondern auch den Mittelstand und junge Start-ups in Hannover.

Imagefilm der Kochstrasse – Agentur für Marken

Innovative Expertise auf Basis neurowissenschaftlicher Erkenntnisse

Zu den Leistungen der Kochstrasse – Agentur für Marken gehören die Corporate Design Entwicklung, Foto- und Filmproduktion, Verpackungsdesign, Social Media- und Giphy-Marketing sowie Consulting zu Digitalisierungs- und Changeprozessen. Hierfür stützen sich die Expert*innen auf Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften – ein Feld, dessen Übersetzung in die Praxis noch im Aufbau ist. An dieser Stelle setzt Gesa Lischka an, indem sie Unternehmen zeigt, wie sie ihre Produkte und Services auf Basis neurowissenschaftlicher Erkenntnisse optimieren können. Studien zur unbewussten Wirkung von Design und Kommunikation, die die Inhaberin zusammen mit der Leibniz Universität umsetzt, haben der Agentur zu ihrem Alleinstellungsmerkmal verholfen.

Ihr Wissen gibt Gesa Lischka auch an junge (Wahl-)Hannoveraner*innen weiter, denn sie ist Gastdozentin an der Leibniz Universität und der Norddeutschen Akademie. Darüber hinaus gibt sie Seminare für Interessierte aus der Design-, Unternehmens- und Agenturbranche, da die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten auf dem Gebiet des Neuromarketings noch begrenzt sind. In diesen Bereich möchte die Gründerin das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro investieren.

Fachfrau in einer Männerdomäne

In ihrer mehr als zwanzig-jährigen beruflichen Karriere muss sich Gesa Lischka nach eigenen Angaben immer wieder in dem von Männern dominierten Feld der Neurowissenschaften und der Digitalszene behaupten und mit Kompetenz gegen Vorurteile durchsetzen. Als Mentorin setzt sie sich deshalb für eine Erhöhung des Frauenanteils in der Branche ein. Beim Thema Geschlechtergerechtigkeit und um ein sicheres Arbeitsumfeld für sich und ihre Kolleg*innen zu gewährleisten, hat sie ein Vetorecht eingeführt, dass es allen Angestellten – auch den Männern – erlaubt, eine Zusammenarbeit mit bestimmten Kund*innen ohne Nennung von Gründen abzulehnen, sollte es zu unangenehmen Situationen kommen.

Das Arbeiten in der Kochstrasse soll nicht nur sicher sein, sondern auch familienfreundlich. Dazu gehören unter anderem individuelle Arbeitszeiten und die Möglichkeit die Kinder zur Überbrückung von Betreuungszeiten mit ins Büro zu bringen. Um Familie und Beruf bestmöglich zu vereinen wird für alle Eventualitäten gemeinsam eine Lösung gesucht.

Nachhaltigkeit wird in der Kochstrasse großgeschrieben

Nachhaltigkeit wird im Büroalltag aktiv gelebt. Es wird ausschließlich mit Ökostrom gearbeitet und die einzelnen Heizkörper vor Ort haben individuellen Heizpläne, um Energie zu sparen. Trinkwasser und Toilettenpapier werden von den Non-Profit-Organisationen Viva con Agua und Goldeimer bezogen, Gemüse und Obst für Angestellte und Kund*innen liefert die regionale Gemüsekiste. Für jede*n Mitarbeiter*in spendet die Kochstrasse – Agentur für Marken für die Dauer der Anstellung 10 Euro im Monat für einen guten Zweck.

Kriterien der Ausschreibung

Der STADT-HANNOVER-PREIS „Frauen machen Standort“ 2020 (SHP) zeichnet Frauen aus, die einen wertvollen Beitrag zur hannoverschen Wirtschaft leisten. Bewerben konnten sich Unternehmerinnen, Freiberuflerinnen, Geschäftsführerinnen und Frauen in Führungspositionen, die sich seit mindestens drei Jahren in der Landeshauptstadt Hannover erfolgreich am Markt behaupten, Bedingungen für eine geschlechtergerechte Unternehmenskultur und Arbeitsteilung schaffen und so die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern, beispielsweise durch geeignete Arbeitszeitmodelle. Weitere Kriterien bei der Bewertung waren, inwiefern das Unternehmen zur Imagepflege der Landeshauptstadt Hannover beiträgt und Nachhaltigkeitsgrundsätze berücksichtigt.

Sabine Tegtmeyer-Dette, Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin:

„Der STADT-HANNOVER-PREIS setzt ein wichtiges Zeichen für frauengeführte Unternehmen, denn Frauen sind nach wie vor in der Wirtschaft, bei Gründungen und in Top-Positionen unterrepräsentiert. Unser Ziel ist es, Frauen Mut zur Selbständigkeit zu machen, Unternehmerinnen mehr Sichtbarkeit zu verleihen, und Vorbilder für angehende Gründerinnen zu schaffen. Gerade in der aktuellen Situation, die uns alle vor viele Herausforderungen stellt, ist der Preis eine besondere Würdigung des Engagements von Frauen hier am Wirtschaftsstandort Hannover. Die Preisträgerin dieses Jahr beeindruckt durch ihr innovatives Unternehmensmodell und ihren Einsatz für ein solidarisches Arbeitsumfeld.“

Friederike Kämpfe, Gleichstellungsbeauftragte und Vorsitzende der Jury:

„2020 war auch mit Blick auf den Stadt-Hannover-Preis „Frauen machen Standort“ ein besonderes Jahr: Das wird gerade heute deutlich, da die Verleihung nicht wie gewohnt im Rahmen des Wirtschaftsempfangs der LHH stattfinden kann. Die aktuellen Rahmenbedingungen haben aber nichts daran geändert, dass wir wie in den Vorjahren aus vielen starken Bewerbungen eine herausragende Unternehmerin als Preisträgerin auswählen konnten. Gesa Lischka, Geschäftsführerin Strategie der Marketingagentur Kochstrasse, hat uns als Jury in allen Kategorien überzeugt.“

Gesa Lischka, Preisträgerin des STADT-HANNOVER-PREIS „Frauen machen Standort“ 2020:

„Ich bin seit über 25 Jahren selbständig. Das hat mir sehr viele schöne und bewegende Momente beschert, aber auch Niederschläge an denen ich wachsen musste. Vorwärts fallen nenne ich das.

Den Stadt Hannover Preis zu gewinnen, freut mich besonders, weil es eine Auszeichnung für all das Dran-Glauben, Ausprobieren, Mutig sein – und wieder Aufstehen ist.

Ich bin in der glücklichen Position, dass ich diesen Weg nie allein gehen musste, sondern wir ein starkes Team sind und dieser Preis eine Gemeinschaftsleistung ist.

Der Preis ist für uns Bestätigung und Ermutigung, dass wir mit der Kochstrasse Agentur für Marken mehr aufgebaut haben als nur eine funktionierende Werbeagentur.

Er ist Ansporn, weiter dafür zu kämpfen, dass Nachhaltigkeit, Gleichberechtigung und neue Ideen nicht nur gedacht, sondern auch umgesetzt werden.

In der Agentur arbeiten zurzeit 56 festangestellte Mitarbeiter*innen. Hier entstehen Kreation und Strategien, die auf neurowissenschaftlichen Erkenntnissen basieren. Mit diesem Ansatz ist Kochstrasse in Deutschland führend.

‚Jeden Tag für das Gute kämpfen, um das Morgen besser zu machen‘ findet sich als Leitsatz überall in der Agentur wieder. Daran glauben wir. Und dafür entwickeln wir kreative Ideen. Für Unternehmen. Für uns. Und für unsere Mitarbeiter*innen.“

Eckdaten

Bereits zum 19. Mal wird der mit 10.000 Euro dotierte STADT-HANNOVER-PREIS „Frauen machen Standort“ verliehen. In diesem Jahr gab es insgesamt 19 Bewerbungen aus den nachfolgenden Bereichen: Architektur, Bildung, Kreativwirtschaft, Kunst und Kultur, Coaching, Einzelhandel, Gesundheit sowie Gastronomie.

Der Preis wurde in dieser Runde ohne eine Schwerpunktsetzung ausgeschrieben.


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