Investmentmarkt

NACH DEM REKORDJAHR 2019 SINKT DAS INVESTMENTVOLUMEN AUF 785 MIO. EURO AB UND PENDELT SICH AUF MITTLEREM NIVEAU EIN.

Investmentmarkt

Die Region Hannover ist innovativer Industriestandort, Dienstleistungsmetropole und Logistikdrehscheibe für nationale und internationale Märkte. Die positive Entwicklung der regionalen Wirtschaft vor der Krise hatte in den letzten Jahren eine nachhaltige Nachfrage nach Immobilien in allen Teilmärkten mit sich gebracht und die Position Hannovers als bedeutendster Standort nach den sieben großen A-Städten in Deutschland gefestigt und sogar ausgebaut. Hannover hat dabei zunehmend attraktivere Investmentchancen geboten und Investoren angezogen, die in werthaltige Standorte investieren wollen.

MARKTSTIMMUNG UND TRENDS

 HIRMER, Georgstraße, Hannover, Architekten: GUDER HOFFEND
HIRMER, Georgstraße, Hannover, Architekten: GUDER HOFFEND

Nach dem Rekordjahr 2019 sah der Start im ersten Quartal 2020 zunächst vielversprechend aus. Im zweiten und dritten Quartal brachen das Marktgeschehen und damit auch der Immobilieninvestmentmarkt in der Region Hannover jedoch deutlich ein. Mit rund 785 Mio. Euro lag das Investmentvolumen 2020 am Ende aber sogar leicht oberhalb des langjährigen Mittels von rund 780 Mio. Euro/Jahr, das allerdings maßgeblich durch die sehr starken Jahre 2018 und 2019 geprägt ist.

Die Krise hat mit dem Einzelhandels-, dem Hotel- und zuletzt auch dem Büromarkt drei der vier wesentlichen gewerblichen Assetklassen besonders stark beeinflusst. Daher ist das Ergebnis als vergleichsweise hoch zu bewerten und unterstreicht die grundsätzliche Stabilität des hannoverschen Immobilienmarkts. Zum insgesamt noch befriedigenden Gesamtergebnis trägt vor allem ein starkes viertes Quartal bei.

Das erste Halbjahr 2021 in der Region Hannover ist zunächst vergleichsweise verhalten gestartet. Bislang konnten Investments in Höhe von rund 250 Mio. Euro verzeichnet werden, der tatsächliche Wert dürfte etwas darüber liegen; üblicherweise kommen im Verlauf des Jahres noch Nachmeldungen zu Transaktionen aus dem ersten Halbjahr hinzu.

Größte bekannte Einzeltransaktion des Jahres ist bislang der Ankauf eines Logistikprojekts durch einen Projektentwickler mit einem Transaktions-
volumen von deutlich über 50 Mio. Euro im Südosten der Region Hannover.

  

DER HANNOVERSCHE IMMOBILIENMARKT BIETET UNABHÄNGIG VON DER CORONA-KRISE LAUFEND NEUE OBJEKTE IN CORE-QUALITÄT AN.

 
Der Fokus bei Neuentwicklungen dürfte zukünftig deutlich stärker auf nachhaltigen Nutzungen und Branchen liegen als auf kurzfristig hoher Rendite. Flexibilität, Digitalisierung und die Fähigkeit, mit Krisensituationen (bspw. bedingt durch Pandemien und Klimaveränderungen) umzugehen, werden zu bestimmenden Zukunftsthemen, auch in der Immobilienwirtschaft. Standorte wie Hannover werden sich im nationalen Wettbewerb nur behaupten, wenn sie auf solche Stärken setzen, sie ausbauen und die Nachfragen nach Core-Objekten mit den zuvor beschriebenen Eigenschaften bedienen können.

In Hannover stimmen die Rahmenbedingungen: Das Vertrauen ist da, die Vorvermietungsquoten bei neuen Projekten fallen, die Projektpipelines füllen sich mit neuen Vorhaben. Die Marktakteure in Hannover bereiten sich mit dem gebotenen Optimismus auf die Zeit nach der Pandemie vor.

Daten im Detail

Transaktionsvolumen gewerblicher Immobilienmarkt Verteilung über Größenklassen 2016 bis 2020

Quelle: bulwiengesa AG; Daten für die Region Hannover, Datenstand Q2/2021

Transaktionsvolumen gewerblicher Immobilienmarkt Verteilung über Teilmärkte 2016 bis 2020

Quelle: bulwiengesa AG; Daten für die Region Hannover, Datenstand Q2/2021

Nettoanfangsrenditen in Spitzenlagen 2016 bis 2021, gewerblicher Immobilienmarkt Hannover

Quelle: bulwiengesa AG, Datenstand Q2/2021
Bei Renditespannen werden jeweils die unteren Endpunkte angegeben.

*Datenlage unsicher aufgrund von Corona-Auswirkungen; Schätzung auf Basis der Angaben von Marktteilnehmern

Kontakt

Region Hannover
Hilmar Engel
Projektkoordination Regionalentwicklung
Region Hannover
Wirtschaftsförderung
Fachbereich Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung
Hilmar Engel
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