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Wirtschaftsförderung Region Hannover

Gefördertes Breitbandprojekt

48 Ortschaften in der Region Hannover erhalten durch den Breitbandausbau einen deutlich schnelleren Internetzugang. Fördermittel von Bund und Land in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro machen den Ausbau möglich.

Die Wirtschaftsförderung der Region Hannover verfolgt bei der Erschließung unterversorgter Gebiete das Modell der Wirtschaftlichkeitslücke. Danach gewährt die Region Hannover den Telekommunikationsunternehmen eine Beihilfe für den Fehlbetrag zwischen Ausgaben (bspw. Investitionskosten wie Tiefbau, Installation sowie laufende Kosten für Strom, Wartung) und geplanten Einnahmen.

Zur Erschließung der unterversorgten Gebiete hat die Wirtschaftsförderung der Region Hannover Fördermittel über das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Höhe von rund 1,68 Mio. € und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Höhe von rund 1,15 Mio. € eingeworben. Die Region Hannover übernimmt für die Städte und Gemeinden den kommunalen Eigenanteil in Höhe von rund 0,33 Mio. €.

Europaweites Ausschreibungsverfahren

In einem europaweiten Ausschreibungsverfahren wurden die Telekommunikationsunternehmen aufgerufen, Erschließungslösungen für die unterversorgten Gebiete vorzulegen. Für die Bewertung der Angebote sind insbesondere die

  • technischen Lösungen zur Erschließung,
  • die Höhe der Wirtschaftlichkeitslücken,
  • die erreichbaren Geschwindigkeiten,
  • der Fertigstellungstermin, die Höhe der Endkundenpreise sowie
  • das Betriebs- und Servicekonzept des Anbieters entscheidend gewesen.

Nach Erhalt der endgültigen Zuwendungsbescheide im November 2017 konnte die Wirtschaftsförderung der Region Hannover die finalen Zuschläge zur Erschließung der unterversorgten Gebiete an die Deutsche Telekom und Northern Access erteilen und die Verträge unterzeichnen.

Geförderte Gebiete

Vom geförderten Breitbandausbau profitieren 48 Ortschaften in 13 Kommunen mit 4.150 Adressen, rund 5.200 Haushalten, 290 Unternehmen, 3 Grundschulen und weitere Einrichtungen wie Kindergärten, Feuerwehren etc. Durch die Erschließung mit leistungsfähigen Breitbandinfrastrukturen können die Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Institutionen mit bis zu 100 Mbit/s im Download und bis zu 40 Mbit/s im Upload versorgt werden.

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Breitbandausbau Region Hannover - Auszug aus den Geobasisdaten der Niedersächsischen Vermessungs- und Katasterverwaltung 2017

Die notwendigen Arbeiten zum geförderten Breitbandausbau wie die Verlegung von Leerrohren und Glasfasertrassen, die Errichtung von Schächten und Verteilerkästen sowie die Bereitstellung der Systemtechnik haben Anfang 2018 begonnen (Link zur PM Spatenstich in Neustadt) und sind seit Ende 2018 abgeschlossen (Link zur PM Abschluss in Langenhagen). Betroffene  BürgerInnen, Unternehmen und Institutionen können folglich entsprechende Breitbanddienste bei den Telekommunikationsunternehmen buchen. Die Projektabwicklung mit den Fördermittelgebern ist bis Ende 2019 vorgesehen.

Wichtige Hinweise

  • In sehr kleinen Siedlungen oder bei einzelnen Gehöften und Forsthäusern können Funktechnologien wie LTE und mittelfristig 5G bzw. Hybrid-Technologien oder Satellitenverbindungen eine adäquate Lösung für mehr Bandbreite für die betroffenen Adressen sein.
  • Die aktuellen beihilferechtlichen und förderrechtlichen Grundlagen der Europäischen Union, des Bundes und des Landes Niedersachsen ermöglichen der öffentlichen Hand einen Eingriff in den Telekommunikationsmarkt nur in Gebieten, in denen weniger als 30 Mbit/s im Download empfangen werden können.

Förderung

Der Breitbandausbau wird mit den Fördermitteln der Bundesregierung (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) und des Landes Niedersachsen (Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz)  über den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) unterstützt.

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