Der Immobilienmarkt in der Region Hannover

Immobilienmarktbericht 2020

Der Immobilienmarkt steht zur Jahresmitte im Zeichen der Corona-Pandemie, von der die Immobilienteilmärkte unterschiedlich stark betroffen sind. Nach einem eigentlich sehr guten Start ins Jahr 2020 gelten insbesondere Einzelhandel, Hotel und Gastronomie in Hannover als am schwersten betroffen. Doch auch in den Teilmärkten Wohnen, Büro und Logistik sind die mittel- bis langfristigen Auswirkungen der durch die Pandemiebekämpfung verursachten Wirtschaftskrise noch unklar.

Den kompletten Immobilienmarktbericht 2020 finden Sie hier.

Der Immobilienmarkt steht zur Jahresmitte im Zeichen der Corona-Pandemie, von der die Immobilienteilmärkte unterschiedlich stark betroffen sind. Nach einem eigentlich sehr guten Start ins Jahr 2020 gelten insbesondere Einzelhandel, Hotel und Gastronomie in Hannover als am schwersten betroffen. Doch auch in den Teilmärkten Wohnen, Büro und Logistik sind die mittel- bis langfristigen Auswirkungen der durch die Pandemiebekämpfung verursachten Wirtschaftskrise noch unklar.

Traditionell reagieren Immobilienmärkte zeitlich versetzt auf Krisensituationen. Für Investoren galt Deutschland in unsicheren Zeiten bislang immer als sicherer Hafen. Insbesondere Hannover hat sich in der Vergangenheit dabei häufig weniger volatil gezeigt als andere Regionen in Deutschland.

In Hannover ist allerdings in diesem Jahr die Fallhöhe in allen Teilmärkten aufgrund des außergewöhnlich guten Vorjahres besonders hoch. Mit fast 200.000 qm Büroflächen- und 380.000 qm Logistikflächenumsatz und einer Vorjahresspitzenmiete von 18 Euro/qm für Büros wurden 2019 mehrere Rekordwerte geknackt. Auch in den Bereichen Hotel und Einzelhandel ist Hannover im vergangenen Jahr sehr gut aufgestellt gewesen. Das gesamte Transaktionsvolumen in der Region Hannover lag in den vier gewerblichen Teilmärkten 2019 erstmals bei über 1 Mrd. Euro. Der Wohnimmobilienmarkt ist seit Jahren von einer starken, kaum zu befriedigenden Nachfrage geprägt gewesen.

Wie Hannovers Immobilienwirtschaft die Corona-Krise meistern wird, ist aus Sicht der meisten Marktakteure derzeit noch nicht deutlich absehbar. Marktdaten, die üblicherweise zur Bewertung genutzt werden, scheinen im Moment nur bedingt aussagekräftig bzw. nur vorsichtig interpretierbar zu sein.

Es ist daher besonders wichtig, die aktuellen Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt Hannover auf Basis verlässlicher Daten und Meinungen regional tätiger Akteure abschätzen und einordnen zu können. Aus diesem Grund werden in der vorliegenden reduzierten Ausgabe des Marktberichts die wichtigsten Marktdaten und Trends aufbereitet und bereits Anfang August veröffentlicht.

Der Immobilienstandort Hannover hat das Potenzial, diese Krise nachhaltig bewältigen zu können. Dies ist die Überzeugung der Immobilienunternehmen, die gemeinsam mit Stadt und Region sowie mit Unterstützung durch die bulwiengesa AG seit 17 Jahren den Immobilienmarktbericht erarbeiten. Der Immobilienmarktbericht zeugt einmal mehr von der engagierten und vertrauensvollen Zusammenarbeit innerhalb der hannoverschen Immobilienwirtschaft – auch und gerade in schwierigen Zeiten.

» DER IMMOBILIENSTANDORT HANNOVER HAT DAS POTENZIAL, DIESE BEISPIELLOSE KRISE NACHHALTIG BEWÄLTIGEN ZU KÖNNEN.

Investmentmarkt

2019 war mit einem Investmentvolumen von rund 1 Mrd. Euro in der Region Hannover ein absolutes Rekordjahr.

Die Region Hannover ist innovativer Industriestandort, Dienstleistungsmetropole und Logistikdrehscheibe für nationale und internationale Märkte. Die positive Entwicklung der regionalen Wirtschaft hat in den letzten Jahren eine nachhaltige Nachfrage nach Immobilien in allen Teilmärkten mit sich gebracht und die Position Hannovers als bedeutendsten Standort nach den sieben großen A-Städten in Deutschland gefestigt und ausgebaut. Hannover hat dabei zunehmend attraktivere Investmentchancen geboten und Investoren angezogen, die in werthaltige Standorte investieren wollen.

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Investmentmarkt

Eine Zunahme opportunistischer Investitionen ist vorläufig nicht zu erwarten.

Büroimmobilienmarkt

Marktstimmung: Stabile Entwicklung trotz Corona

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Büroimmobilienmarkt

2019 betrug der Büroflächenumsatz fast 200.000 qm, ein absoluter Rekordwert für Hannover und die drei Umlandstädte Garbsen, Laatzen und Langenhagen. An attraktiven Projekten mangelt es nicht: In den letzten fünf Jahren (2014 bis 2019) sind rund 240.000 qm Bürofläche neu gebaut und weitere 115.000 qm grundsaniert worden. Bis 2023 werden perspek- tivisch weitere 400.000 qm (davon 80.000 qm durch Sanierung) hinzukommen.

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Büromieten 2015 bis 2020

Der Büroimmobilienmarkt präsentiert sich aktuell weitgehend unbeeindruckt und stabil.

Logistikimmobilienmarkt

Die Region Hannover ist europäische Logistikdrehscheibe und wichtiger Hafenhinterlandstandort für die Seehäfen in Norddeutschland. Vor allem Handels- und Industrieunternehmen prägen als Nachfrager die regionale Logistikwirtschaft. In den vergangenen Jahren haben sich viele Kontraktlogistiker am Standort niedergelassen, die Logistikaufgaben für andere Unternehmen ausführen und dadurch eine hohe eigene Wertschöpfung aufweisen. Die Hallenflächenumsätze lagen Ende 2019 mit 380.000 qm auf einem Höchststand. Insgesamt summieren sich derzeit die für die nächsten Jahre (bis 2023) geplanten und bekannten Projekte auf rund 650.000 qm Hallen- und 30.000 qm logistisch genutzte Büro- und Zwischengeschossflächen.

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Mieten für Logistik- und Lagerflächen 2015 bis 2020

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Logistikimmobilienmarkt

Logistische Infrastrukturen sind seit Beginn der Coronapandemie einem Stresstest ausgesetzt.

Wohnimmobilienmarkt

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Wohnimmobilienmarkt

Der Wohnimmobilienmarkt in der Region Hannover ist von regionalen Anbietern und der Nachfrage der privaten Haushalte geprägt. Das Bevölkerungswachstum in der Landeshauptstadt und den angrenzenden Kommunen führte in den letzten Jahren zu einer steigenden Nachfrage auf dem Wohnimmobilienmarkt. Gleichzeitig wurden in Stadt und Umland nicht ausreichend Wohnungen fertig gestellt, so dass aktuell und perspektivisch weiterhin ein erheblicher Bedarf an neuem Wohnraum besteht.

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Baugenehmigungen 2015 bis 2019

Marktstimmung: Positiv, kaum Auswirkungen der Corona-Krise spürbar.

Einzelhandelsimmobilienmarkt

Die Region Hannover ist einer der umsatzstärksten Handelsstandorte in Deutschland. 2019 wurden geschätzt rund 7,9 Mrd. Euro Umsatz im Einzelhandel erzielt, für 2020 lagen die Vor-Corona-Prognosen für die Region noch bei rund 7,6 Mrd. Euro. Neben der Innenstadt von Hannover mit den Top-Lagen Georgstraße und Bahnhofstraße ziehen Fachmarktagglomerationen, Shoppingcenter, Stadtteillagen und attraktive Innenstädte im Umland die Kunden an.

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Einzelhandelskennziffern 2015 bis 2020

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Handelsmieten 2015 bis 2020

Corona hat die Krise des stationären Handels nicht ausgelöst, aber Trends massiv beschleunigt.

Hotelimmobilienmarkt

Hannovers Tourismus ist in den letzten Jahren stetig gewachsen – die Übernachtungszahlen lagen zuletzt bei über 4 Mio. Übernachtungen pro Jahr in Stadt und Umland. Nicht nur Geschäftsreisende kommen vor allem zu den großen Leitmessen nach Hannover. Auch immer mehr Städtereisende haben die Region Hannover für sich entdeckt.

Die Attraktivität der Destination Hannover zeigt sich auch mit Blick auf den Hotelimmobilienmarkt. Anfang des Jahres 2020 befanden sich rund zehn Hotelprojekte mit etwa 1.350 Zimmern in Fertigstellung bzw. im Bau. Mindestens zwölf Hotels mit rund 1.700 Zimmern sind ab 2020 projektiert.

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Hotelimmobilienmarkt

Marktstimmung: Die Krise trifft besonders mittelständisch geprägte Betriebe.

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