Region Hannover

Breitbandausbau zur Standortentwicklung seit 2014

Übersicht der Aktivitäten der Region Hannover zur Verbesserung der Breitbandinfrastruktur im Wirtschaftsraum Hannover

Strukturplanung

In den Jahren 2014 bis 2015 wurde eine detaillierte Strukturplanung für die gesamte Region Hannover erstellt, um die Wirtschaftlichkeitslücke für zukünftige Förderprojekte annäherungsweise zu bestimmen und förderfähige Haushalte in der Region zu identifizieren.

Bundesförderprogramm für den flächendeckenden Breitbandausbau ab 2016

Die Region hat sich im Jahr 2016 erfolgreich auf ein Bundes-/Landesprogramm zum Breitbandausbau unterversorgte Gebiete (<30 Mbit/s im Download) beworben, in denen TKUnternehmen keinen Eigenausbau umsetzten. Diese Gebiete werden auch „Weiße-Flecken“ genannt.

  • Insgesamt wurden auf Basis der Strukturplanung bzw. eines Markterkundungsverfahrens in der Region 4.250 unterversorgte bzw. „förderfähige“ Adressen mit rund 5.300 Haushalten sowie rund 290 Unternehmen und Einrichtungen wie Grundschulen, Kindergärten, und Feuerwehren für den geförderten Ausbau vorgesehen. Zur bestmöglichen Erschließung wurden insgesamt 49 Gebiete / Lose in 13 Kommunen definiert.
  • Das Projekt wurde europaweit ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielten die Deutsche Telekom (41 Gebiete in 12 Kommunen), Northern Access (7 Gebiete in einer Kommune) und FNOH (1 Gebiet in einer Kommune).
  • Insgesamt wurden 89 km Tiefbauarbeiten durchgeführt bzw. 73 Kabelverzweiger (KVZ) aufgerüstet oder neu errichtet. 85% der Adressen wurden über FTTC (Vectoring) angeschlossen und 15% über FTTB.
  • Die Gesamtinvestition belief sich auf rund 9,14 Mio. € bei einer Wirtschaftlichkeitslücke von 3,41 Mio. €. Hierfür wurden Fördermittel vom Land Niedersachsen (über das ArL Leine-Weser) in Höhe von 1,93 Mio. € und Fördermittel vom BMVI (über die ateneKOM) in Höhe von 1,15 Mio. € beantragt. Der kommunale Eigenanteil belief sich auf 0,33 Mio. €, den die Region Hannover komplett übernommen hat.

Glasfaserausbau an allgemein- und berufsbildendenden Schulen

Um alle Schulen in der Region Hannover mit einem schnellen Glasfaseranschluss zu versorgen, hat die Region Hannover in einem bundesweit einmaligen Projekt eine Förderung im Rahmen der „Richtlinie für die Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ beim Bund und im Rahmen der „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung des Ausbaus von Gigabitnetzen in Niedersachsen“ (RL Gigabitausbau NI) beim Land beantragt.

 

Fördermittelbescheid

Ein vorläufiger Fördermittelbescheid des Bundes und des Landes liegen seit Ende 2019 bzw. Anfang 2020. Derzeit ist ein Ausbau für 119 Schulen vorgesehen, die nicht anderweitig von Kommunen oder TK-Unternehmen mit Glasfaser versorgt werden. Das Ausschreibungsverfahren, welches zurzeit in enger Abstimmung mit dem BZNB und der ateneKOM geprüft wird, läuft.

Markterkundungsverfahren und Strukturplanung 2021

Über das „Weiße-Flecken-Projekt“ (s.o.) hinaus wurde der privatwirtschaftliche Ausbau durch ständige Kommunikation mit TKU, Kommunen und Bürgerinnen und Bürgern begleitet. Die Entwicklungen bzgl. Umfang und Modalitäten kommender Förderprogramme werden permanent in enger Abstimmung mit den zuständigen Ministerien verfolgt, um bestmöglich auf kommende Projekte vorbereitet zu sein.

  • Stand Dezember 2020 sind in der Region Hannover von 256.765 Adressen 32.700 mit <100 Mbit/s versorgt (12,8%) und würden ggf. förderfähig sein. 68.269 Adressen sind derzeit mit weniger als 1 Gibt/s versorgt (26,6%).
  • Um die Daten zu aktualisieren, wurde Ende 2020/Anfang 2021 ein Markerkundungsverfahren durchgeführt, deren Ergebnis sich momentan in Auswertung befindet. Das neue Förderprogramm sieht vermutlich eine Aufgreifschwelle von <100 Mbit/s vor. Diese könnte 2023 wegfallen, so dass alle Adressen ohne Glasfaseranschluss förderfähig würden.