Testzentrum für additiv gefertigte Schutzmasken gestartet

Corona-Schutzmasken der nächsten Generation

Damit die Wirksamkeit von Schutzmasken erforscht und zukünftig gesteigert werden kann, fördert die Region Hannover mit 15.000 € den Aufbau eines Testzentrums am Institut für Mehrphasenprozesse. Weitere Ziele des Vorhabens sind der Einsatz von biobasierten Materialien und die Verringerung des Materialeinsatzes je Schutzmaske.

Schutzmasken gelten in der öffentlichen Wahrnehmung als zentrales Element für die Vermeidung der Verteilung von Viren. Aber auch bei der Umsetzung vieler Produktionsprozesse, wie z.B. dem Lackieren von Bauteilen, sind Masken bereits seit Jahren ein etablierter Bestandteil für den Gesundheitsschutz. Am Institut für Mehrphasenprozesse (IMP) werden diese Schutzmasken nicht nur auf Ihre Wirksamkeit hin untersucht. Gleichzeitig wird auch nach Wegen geforscht, den Materialeinsatz für eine Senkung des CO2-Fußabdrucks deutlich zu verringern.

© Institut für Mehrphasenprozesse

Eine Mitarbeiterin des Instituts für Mehrphasenprozesse während der Maskenprüfung mittels NaCl-Aerosol.

Im Bereich der Maskenprüfung führt das Institut Untersuchungen an Vliesstoffen der Firma Fiber-to-Go GmbH durch. Eine Studentin unterstützt das Projekt in ihrem Technischen Solidaritätssemester bei Fiber-to-Go. Unter Verwendung von Natriumchlorid-Aerosolen wird die Filtereffizienz der Vliesstoffe gegenüber Aerosolen geprüft, die in der realen Anwendung potentiell mit Viren kontaminiert wären. Gleichzeitig misst das IMP mittels Porometrie den Atemwiderstand. Dazu werden die Schutzmasken mit einem definierten Druck beaufschlagt und der Volumenstrom gemessen. Ein hoher Atemwiderstand ist vor allem nachteilig für den Tragekomfort. Das Ziel besteht daher in einer Minimierung des Atemwiderstands bei gleichzeitiger Gewährleistung der vorhandenen Filterleistung.

Kooperation mit der Charité Berlin

Parallel kooperiert das IMP mit der Charité Berlin, um den Materialeinsatz bei der Maskenherstellung deutlich zu reduzieren. Durch die umfangreiche Schichtdickenreduzierung sollen sich zukünftig optisch transparente Schutzmasken herstellen lassen, die eine Interaktion durch Mimik ermöglichen. Zielgruppen sind klinisches Personal, aber auch Menschen mit Höreinschränkungen, die auf Lippenlesen angewiesen sind. Zur prototypischen Herstellung werden zwei Polymere über das Elektrospinnen verarbeitet. Die Materialauswahl adressiert hierbei auch den Nachhaltigkeitsgedanken: Neben der Verwendung von bioabbaubaren Polymeren, sollen auch Recycling-Konzepte dazu beitragen, dass genutzte Schutzmasken für andere Produkte aufbereitet werden können. Daher kooperiert das IMP auch mit dem 3D-Druck-Experimentallabor der Region Hannover, um den Gedanken einer regionalen Kreislaufwirtschaft zu stärken.


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