Zugang zur Schiene und zum kombinierten Verkehr

Beratungsangebot für Unternehmen

Unternehmen können sich ab 1. September zu Fragen rund um das Thema Schienengüterverkehr kostenlos beraten lassen. 

Wer kann sich beraten lassen?

Die Beratung richtet sich an

  • Unternehmen mit eigenem Gleisanschluss, die Unterstützung bei Unterhalt oder Er-weiterung ihrer Infrastruktur benötigen oder den Anschluss Drittnutzern zur Verfügung stellen wollen
  • Unternehmen ohne Gleisanschluss, die zukünftig die Schiene als Verkehrsträger nutzen wollen, entweder durch Errichtung eines eigenen Schienenzugangs oder durch Nutzung (öffentlicher) Ladestellen/-gleise oder Anlagen des kombinierten Verkehrs.

Da insbesondere im kombinierten Verkehr große überregionale Verflechtungen bestehen, können in begrenztem Umfang und begründeten Fällen auch Unternehmen aus den angrenzenden Landkreisen dieses Beratungsangebot in Anspruch nehmen.

Das Angebot versteht sich als „Coaching“ – also Hilfe zur Selbsthilfe – und kann eine Unternehmensberatung mit Wirtschaftlichkeitsberechnung nicht ersetzen.

Beratungsinhalte und -ziel

Unternehmen erfahren dabei u.a.,

  • über welche Infrastrukturen Zugang zum Verkehrsträger Schiene in der Region Hannover bestehen oder geschaffen werden können,
  • welche Logistikdienstleister im Schienengüterverkehr tätig sind und den Vor- und Nachlauf im kombinierten Verkehr (Umschlag Straße/Schiene) organisieren können sowie
  • welche Fördermittel ggf. herangezogen werden können.

Ziel ist, Alternativen und Ergänzungsmöglichkeiten zu LKW-Transporten aufzuzeigen und anzustoßen, mehr Verkehr vom LKW auf die Schiene zu verlagern. Dies bedeutet, die noch vorhandenen 41 Gleisanschlüsse zu erhalten, das Angebot im Kombinierten Verkehr auszubauen (insbesondere nach Inbetriebnahme der Megahub-Umschlaganlage in Lehrte 2018/19) und das Güteraufkommen im Einzelwagen- und kombinierten Verkehr zu erhöhen.

Zuvor hatte die Wirtschaftsförderung der Region Hannover im Rahmen einer Studie die Verlagerungspotenziale im Güterverkehr vom LKW auf die Schiene ermitteln lassen. Die Ergebnisse finden Sie hier.

Voraussetzungen zur Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene in der Region Hannover

Neue Gewerbeflächen für Güterverkehr und Logistikbetriebe sollten – neben einer guten Autobahnanbindung – möglichst an den Schienenverkehr und/oder die Wasserstraße angebunden sein.

Leistungsfähige Logistikknoten

Um im Güterverkehr (wieder) stärker den Schienenverkehr zu nutzen, benötigt die verladende Wirtschaft Zugang zu leistungsfähigen regionalen Logistikknoten. Dazu zählen in der Region Hannover die vier Binnenhäfen

  • Lindener Hafen,
  • Nordhafen,
  • Misburger Hafen und
  • Brinker Hafen

sowie der Rangierbahnhof Seelze und der Flughafen in Langenhagen.

Mit dem Güterverkehrszentrum Megahub Lehrte baut die DB zudem bis Ende 2018 eine moderne Umschlaganlage (Straße/Schiene sowie Schiene/Schiene), die die Anbindung an die Seehäfen deutlich verbessern wird. Informationen über öffentliche Container-Ladeterminals sowie private Ladestellen bietet das Online-Portal des VDV (Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V).

Das Beratungsangebot wird aus Mitteln der Europäischen Union sowie der Region Hannover gefördert.


Termine





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