Gründungsstory Juni 2026: Was Geht

Was tun heute Abend? Eine scheinbar einfache Frage – und doch oft schwer zu beantworten. Genau hier setzt Was Geht an: eine Event-App, die Konzerte, Lesungen, Partys oder Ausstellungen bündelt und insbesondere auch kleinere Formate sichtbar macht. Hinter der Idee steht die hannoversche Gründerin Ronja Nickel (30). Mit über 30.000 Downloads und einer stetig wachsenden Community von mehr als 80.000 Menschen auf Instagram zeigt sich: Der Bedarf war da – es fehlte nur die Plattform.
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Ronja, was genau machst du?

Was Geht ist eine Plattform, die Menschen hilft, Veranstaltungen in ihrer Stadt zu entdecken – von Konzerten über Theater bis zu kleinen Ausstellungen. Mir war wichtig, gerade auch die Formate sichtbar zu machen, die oft untergehen, weil sie kein großes Marketingbudget haben. Gleichzeitig soll die App Lust machen, Neues auszuprobieren und die eigene Stadt anders zu erleben.

Wie bist Du auf diese Idee gekommen?

Ich habe viele Jahre in der Kultur- und Musikbranche gearbeitet – in Clubs, auf Festivals und auf kleinen Bühnen. Dabei habe ich unglaublich viele Kulturschaffende mit großartigen Ideen kennengelernt. Aber ihre Events blieben oft leer. Nicht, weil sie schlecht waren, sondern weil niemand davon wusste.

Gleichzeitig hatte ich selbst das gegenteilige Problem: Ich wollte Kultur erleben, habe aber oft erst von Events erfahren, wenn sie schon vorbei waren. Irgendwann wurde mir klar: Es gibt Menschen, die etwas erleben wollen, es aber nicht finden – und Kulturschaffende, denen die Sichtbarkeit fehlt. Genau diese beiden Seiten bringt Was Geht zusammen. 2022 habe ich dann – noch im Marketing eines Musiklabels – angefangen, Events über Instagram zu teilen. Die Resonanz war riesig und daraus ist Schritt für Schritt die App entstanden.

Dein Weg in die Gründung war eher ungewöhnlich, oder?

Absolut. Ich habe Innenarchitektur studiert, im Marketing gearbeitet und sogar Heavy-Metal-Kreuzfahrten betreut. Aber genau diese Mischung hilft mir heute: Kreativität, Organisation und Marketing fließen direkt in Was Geht ein.

Was war die größte Herausforderung?

Die Technik. Ich bin keine Entwicklerin und musste erst lernen, wie man ein Produkt baut und mit Entwickler*innen zusammenarbeitet. Was mir extrem geholfen hat: Netzwerken und einfach Fragen stellen.

Was macht Was Geht besonders?

Die Nähe zur Stadt – und die Community. Ich bin viel unterwegs, spreche mit Menschen, entdecke neue Orte. Gleichzeitig ist über Instagram eine Community von über 80.000 Menschen entstanden, die aktiv mitgestaltet, teilt und inspiriert. Dieses Zusammenspiel aus digitaler Plattform und echter Nähe vor Ort macht den Unterschied.

Dazu kommt: Nutzer*innen können sich Events nach ihren Interessen anzeigen lassen, direkt sehen, welche kostenlos oder barrierefrei sind, Veranstaltungen teilen und gemeinsam planen. Über die Kartenfunktion lässt sich außerdem direkt in der eigenen Umgebung entdecken, was geht – und so werden auch einzelne Stadtteile gezielt gestärkt.

 

 

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Welche Rolle spielt Kultur für dich?

Für mich ist Kultur mehr als Unterhaltung. Kultur verbindet, schafft Zugehörigkeit und bringt Menschen zusammen – gerade in Zeiten, in denen vieles trennt. Deshalb ist mir auch wichtig, dass Kultur für alle zugänglich ist. In der App werden zum Beispiel kostenfreie oder rollstuhlgerechte Events direkt gekennzeichnet.

Welche Rolle hat hannoverimpuls gespielt?

Eine große. Über den Gründungswettbewerb habe ich meinen Businessplan entwickelt und vor allem Sichtbarkeit bekommen – durch Messen, Netzwerk und konkrete Hinweise auf neue Möglichkeiten. Gerade am Anfang ist diese proaktive Unterstützung unglaublich wertvoll.

Kannst du inzwischen davon leben?

Ja. Seit Mitte 2025 ist Was Geht mein Fulltime-Job. Anfangs gab es noch Unterstützung, inzwischen trägt sich das Modell selbst – vor allem über Werbung in der App und auf Instagram.

Dein wichtigster Tipp für Gründer*innen?

Nutzt die Angebote, die es gibt – gerade in Hannover. Und: Netzwerken, auch wenn es Überwindung kostet. Ich bin eigentlich eher schüchtern, habe aber nur positive Erfahrungen gemacht. Fehler gehören dazu, wichtig ist, schnell daraus zu lernen.

Wie geht es weiter mit Was Geht?

Ich möchte die App über Hannover hinaus in andere Städte bringen. Am Ende geht es immer darum, Kultur sichtbar zu machen und Menschen zusammenzubringen – und den kleinen Events die Aufmerksamkeit zu geben, die sie verdienen.

Kristina Ebel, Projektleiterin Gründerinnen-Consult bei hannoverimpuls über Gründerin Ronja Nickel:

„Ronja Nickel zeigt eindrucksvoll, wie aus einer persönlichen Beobachtung ein skalierbares Geschäftsmodell entstehen kann. Mit Was Geht trifft sie nicht nur den Nerv der Zeit, sondern schafft echten Mehrwert für die Kulturszene in Hannover. Besonders beeindruckend ist, wie konsequent sie ihre Community eingebunden und daraus ein wachsendes Produkt entwickelt hat. Genau solche Gründungen stehen für die Innovationskraft unserer Region.

Kontakt

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Was geht?
Ronja Nickel
Kötnerholzweg 51
30451 Hannover

E-Mail: info@wasgeht-events.de

www.wasgeht-events.de

Instagram: @hannover_wasgeht

tik tok: @hannoverwasgeht

App:  https://apps.apple.com/de/app/was-geht/id6504814754

App im Google Play Store:  https://play.google.com/store/apps/details?id=de.wasgeht

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