Urban Air Mobility – Potenzialstudie für die Region Hannover

Die Studie zeigt wie in der Region Hannover frühzeitig Geschäftsfelder erschlossen und innovative Logistik- und Rettungslösungen realisiert werden können.
Drei Männer fliegen eine Drohne. © AdobeStock_304035661_Zstock

Urban Air Mobility entwickelt sich rasant zu einem der dynamischsten Zukunftsmärkte weltweit. Drohnen und unbemannte Luftfahrtsysteme eröffnen völlig neue Möglichkeiten für Logistik, Sicherheit und Mobilität – insbesondere in urbanen Räumen. Gleichzeitig werden die rechtlichen Grundlagen für eine wirtschaftliche Nutzung zunehmend konkreter, auch wenn finale regulatorische und genehmigungsseitige Rahmenbedingungen für UAM in Europa noch ausstehen. Genehmigungen durch das Luftfahrt-Bundesamt und die EU-Kommission bleiben anspruchsvoll, sind jedoch erstmals realistisch planbar.

Die Region Hannover verfolgt klare Ziele: neue UAV-Geschäftsfelder erschließen und u.a. innovative Logistikprojekte gezielt umsetzen – mit echtem Mehrwert für die regionale Wirtschaft und Gesellschaft.

 

Ziele und Ergebnisse der Potenzialstudie

Ziel der Studie war es, die Grundlagen für einen strukturierten Einstieg in Urban Air Mobility zu schaffen. Im Fokus standen:

  • die Identifikation geeigneter Flugkorridore,
  • Optionen für zentrale Start- und Landeplätze vor dem Hintergrund eines Hub Ansatzes,
  • sowie eine sinnvolle Reihenfolge der Implementierung von Anwendungsfeldern.

Als Ergebnis wurden fünf zentrale Anwendungsfelder für urbanes Fliegen identifiziert:

Rescue, Security, Service, Cargo und Passenger.

Das mit Abstand größte Umsetzungspotenzial liegt aktuell im Bereich Rescue – insbesondere für First-Responder-Einsätze bei Unfällen und Bränden sowie für den schnellen Transport von Medikamenten.

Um die gesamte Region Hannover effektiv abzudecken, wären fünf übergeordnete Hub-Standorte notwendig: vier in Umlandkommunen und ein zentraler Hub in der Landeshauptstadt Hannover.

Erster Use Case: Rescue

Der Anwendungsfall Rescue bildet den idealen Einstieg in Urban Air Mobility. Krankenhäuser und Labore bieten sich als zentrale Partner an – etwa für den schnellen Austausch von Laborproben, Blutkonserven, Medikamenten und zur Unterstützung der Erstversorgung bei Notfällen.

Auch wenn konkrete Flugkorridore derzeit noch nicht flugrechtlich genehmigt sind, bietet dieser Use Case entscheidende Vorteile: Er schafft ein positives Framing in der Bevölkerung, demonstriert den gesellschaftlichen Nutzen von Drohneneinsätzen und legt den Grundstein für etablierte Flugrouten, die später auch für weitere Anwendungen wie B2B-Cargo genutzt werden können.

Die Potenzialstudie zeigt klar: Urban Air Mobility ist kein Zukunftsthema mehr – sondern eine reale Chance für die Region Hannover, sich frühzeitig als Vorreiter zu positionieren.

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