Ausbildungsfrühstück für hannoversche Unternehmen im Hotel Kaiserhof
Aktuelle Themen aus der Ausbildungswelt
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Beim Ausbildungsfrühstück 2026 begrüßten Bernd Lixfeld von der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Hannover und Gastgeberin Rieke Nora Singh vom Hotel Kaiserhof zahlreiche Ausbilder*innen und Personalverantwortliche.
In rund 90 Minuten erhielten die Teilnehmenden aktuelle Einblicke in den Ausbildungsmarkt: neue Mindestvergütungen ab 1. Januar 2026, Ergebnisse der Ausbildungsstudie 2025 mit Hinweisen auf rückläufige Bewerberzahlen und fehlende geeignete Kandidat*innen. Auch die Möglichkeiten der Teilzeitausbildung wurden erläutert.
Besonders diskutiert wurden Unterstützungsbedarfe in der Berufsschule – vor allem bei praktisch veranlagten Azubis oder wenn Sprachbarrieren bestehen.
Erfahrungen aus der Praxis
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Ein zentrales Thema im Austausch war der Umgang mit unterschiedlichen Bildungsbiografien:
- Gute Erfahrungen mit Studienabbrecher*innen:
Viele Unternehmen berichteten, dass Studienabbrecher*innen als Auszubildende oft besonders engagiert, zielgerichtet und reifer seien – mit klaren Vorstellungen und einer sehr hohen Motivation. - Migrationsbiografien als Chance – mit mehr Betreuungsbedarf:
Die Unternehmen betonten, dass Migrationsbiografien kein Hindernis bei der Einstellung darstellen, wenn generell Interesse und Engagement vorhanden ist. Gleichzeitig erfordern diese Ausbildungsverhältnisse häufig eine intensivere Begleitung. - Wichtige Grundvoraussetzungen:
Einigkeit bestand darin, dass alle Azubis willkommen sind, die etwas lernen möchten. Jedoch sind ausreichende Deutschkenntnisse, Grundlagen in Mathematik sowie ein gutes Sozialverhalten unverzichtbare Voraussetzungen. Alles andere könne man vermitteln.
„Ausbildung immer wieder neu denken“ – Praxisbericht aus dem Hotel Kaiserhof
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Im Mittelpunkt stand der informative Vortrag von Rieke Nora Singh, Leiterin Personal des Hotel Kaiserhof. Sie schilderte die Herausforderungen ihres Hauses – von der Bewerberansprache über Lernmotivation bis hin zu interkultureller Begleitung. Dabei stellte sie praxisnahe Lösungsansätze vor, die bereits erfolgreich umgesetzt werden: mehrfache und damit intensivere Bewerbungsgespräche mit Bewerber*innen, umfassende Betreuung, klare Lernstrukturen, niedrigschwellige Kommunikation und ein stärkeres Eingehen auf individuelle Voraussetzungen.
Digital sichtbar für Auszubildende sein: Internetauftritt und Social Media
Beim Thema Azubi-Rekrutierung waren sich die Teilnehmenden einig:
Gute Unternehmenswebseiten und authentische Social-Media-Posts – insbesondere von Azubis selbst – werden von Jugendlichen wahrgenommen und beeinflussen ihre Entscheidung. Persönliche Einblicke, kurze Videos oder Alltagsszenen aus dem Betrieb erhöhen die Attraktivität deutlich und führen zu mehr Bewerbungen.
Vernetzung als Herzstück
Der offene, ungezwungene Austausch unter Ausbilder*innen und Fachleuten war erneut ein besonders wertvoller Teil des Treffens. Die Möglichkeit, Fragen zu stellen, untereinander Erfahrungen zu teilen und praktische Lösungsansätze mitzunehmen, wurde von allen sehr geschätzt.
Dem Hotel Kaiserhof wurde von allen für seine Gastfreundschaft und die gute Bewirtung herzlich gedankt.
Kontakt
Bernd Lixfeld
Landeshauptstadt Hannover
Fachbereich Wirtschaft - Wirtschaftsförderung