Koordinierungsstelle Frau und Beruf feiert 30-jähriges Bestehen

Allein im vergangenen Jahr haben 900 Frauen an Veranstaltungen und 300 an individuellen Beratungen teilgenommen.
Jubiläumslogo Frau und Beruf

Frauen in ihrer beruflichen Entwicklung stärken und gleichzeitig Unternehmen unterstützen, Fachkräfte zu gewinnen und zu halten: Seit 30 Jahren verbindet die Koordinierungsstelle Frau und Beruf der Region Hannover beide Seiten des Arbeitsmarktes. Wie gefragt die Angebote der Koordinierungsstelle sind, zeigen die aktuellen Zahlen: Allein 2025 nahmen knapp 900 Frauen an Veranstaltungen teil, mehr als 300 Beratungen wurden durchgeführt. Viele Seminare sind bereits kurz nach Veröffentlichung des Jahresprogramms ausgebucht.

» Der Fachkräftebedarf ist eine der großen Herausforderungen für unsere Wirtschaft. Gleichzeitig verfügen viele Frauen über Qualifikationen und Kompetenzen, die auf dem Arbeitsmarkt immer stärker gefragt sind. Genau hier setzt die Koordinierungsstelle seit 30 Jahren an: Sie eröffnet berufliche Perspektiven und arbeitet gemeinsam mit Unternehmen an Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu halten. Davon profitieren beide Seiten – und damit der gesamte Wirtschaftsstandort Region Hannover. «
Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover

Die Koordinierungsstelle – vom Wiedereinstieg zur beruflichen Entwicklung

Die Wurzeln der Koordinierungsstelle reichen bis ins Jahr 1991 zurück. Damals richtete der damalige Landkreis Hannover eine Beratungsstelle für Berufsrückkehrerinnen ein. Ausgangspunkt war die wachsende Zahl von Frauen, die nach einer familienbedingten Unterbrechung wieder in den Beruf einsteigen wollten. Aus dem zunächst befristeten Angebot entwickelte sich in den folgenden Jahren eine dauerhafte Aufgabe.

Mit den Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt haben sich auch die Themen weiterentwickelt. Heute geht es neben dem beruflichen Wiedereinstieg unter anderem um Neuorientierung und Qualifizierung, berufliche Entwicklung, Vereinbarkeit sowie wirtschaftliche Unabhängigkeit.

Dabei nimmt die Koordinierungsstelle die gesamte Erwerbsbiografie in den Blick. Dazu gehört beispielsweise auch die Frage, welche langfristigen Auswirkungen längere Teilzeitphasen auf Einkommen, berufliche Entwicklung und Alterssicherung haben können


Verbinden, vernetzen, beraten

Die Koordinierungsstelle bietet individuelle Beratungen, Seminare und Qualifizierungsangebote an und ist zugleich in den Städten und Gemeinden der Region präsent. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Beratung von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte. Hinzu kommen Netzwerkangebote sowie Kooperationen mit Kommunen, Volkshochschulen, der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter und weiteren regionalen Partner*innen.

Gleichzeitig richtet sich die Arbeit ausdrücklich an Unternehmen. Ein wichtiger Baustein ist der Überbetriebliche Verbund, der 1997 mit 13 Mitgliedsunternehmen gegründet wurde und dessen Geschäftsstelle die Koordinierungsstelle führt. Heute gehören ihm rund 30 Unternehmen an. Im Mittelpunkt stehen unter anderem familienfreundliche Arbeitsbedingungen sowie die Frage, wie Unternehmen qualifizierte Mitarbeiterinnen gewinnen und langfristig binden können

» Unsere Aufgabe endet nicht mit einer Beratung oder einem Seminar. Wir wollen Verbindungen herstellen. Wir bringen Frauen mit ihren Kompetenzen und beruflichen Vorstellungen mit Unternehmen zusammen, die qualifizierte Mitarbeiterinnen suchen. Gleichzeitig hören wir genau hin, was Unternehmen brauchen. Dabei spielt Vernetzung eine wichtige Rolle. Wenn Frauen, Unternehmen und regionale Partner*innen miteinander ins Gespräch kommen, entstehen neue Kontakte, Perspektiven und konkrete berufliche Chancen. «
Ayten Berse, Leiterin der Koordinierungsstelle Frau und Beruf

Fachkräftepotenziale besser nutzen

Die Bedeutung dieser Schnittstellenfunktion wächst. Angesichts des Fachkräftebedarfs wird es für Unternehmen immer wichtiger, vorhandene Potenziale zu erschließen und Arbeitsbedingungen an unterschiedliche Lebensphasen anzupassen. Neben der Vereinbarkeit von Familie und Beruf rückt dabei zunehmend auch die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in den Fokus.

Die Koordinierungsstelle entwickelt ihre Angebote deshalb kontinuierlich weiter. Beratung vor Ort wird dabei ebenso eine Rolle spielen wie digitale Formate und regionale Netzwerke. Ziel bleibt, Frauen qualifikationsgerechte und existenzsichernde Beschäftigung zu ermöglichen und Unternehmen bei der Gewinnung und Bindung von Fachkräften zu unterstützen.


Die Koordinierungsstelle Frau und Beruf Region Hannover wird gefördert aus Mitteln des Landes Niedersachsen und der Europäischen Union.

 

Kontakt

Region Hannover
Pressesprecher
Christoph Borschel
Region Hannover
Leitung und Beratung Koordinierungsstelle Frau und Beruf
Ayten Berse
Leitung und Beratung Koordinierungsstelle Frau und Beruf
Region Hannover
Beschäftigungsförderung
Fachbereich Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung

Frau mit langen braunen Haaren im schwarzen Blazer lächelt vor weißem Hintergrund.
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