Positive Halbzeitbilanz des 3D-Druck Experimentallabors

19.05.2021 -  Seit April 2020 fördert die Wirtschaftsförderung der Region Hannover das 3D-Druck-Konsortium, um kleinen Unternehmen den Einstieg in die additive Fertigung von Kunststoffen zu vereinfachen. Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Krise ist großes Interesse in den Betrieben vorhanden. Das Konsortium konnte daher bereits erste Projekte für innovative und nachhaltige Produktideen realisieren. 
© 3D-Druck-Konsortium
Qualitätsprüfung von gedruckten Prototypen

Das 3D-Druck-Konsortium Hannover, ein Zusammenschluss der 3 Firmen dreiConsulting | Additive Manufacturing Germany GmbH & Co. KG, LikeAbird und Formwerk3D hat im April 2020 mit der Umsetzung des von der Wirtschaftsförderung der Region Hannover unterstützten 3D-Druck-Experimentallabors begonnen. Ziel der Maßnahme ist die Sensibilisierung regionaler Betriebe für die Einsatzmöglichkeiten der additiven Fertigung, um neue oder nachhaltigere Produkte sowie Produktionsprozesse zu realisieren.

Obwohl die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus natürlich auch die Arbeit des Konsortiums beeinflusst haben, konnten die Partner bereits zur Hälfte des geplanten Projektzeitraums vier Demonstratorprojekte umsetzen. Zusätzlich ermöglichte die Durchführung eines digitalen 3D-Druck-meetups und die Kooperation mit Partnern, wie „nachhaltig.digital“, „Niedersachsen Aviation“ oder der „Digitalagentur Niedersachsen“ die Sensibilisierung von bisher ca. 40 Unternehmen.

Daneben hat das Konsortium die Zusammenarbeit mit regionalen Forschungsinstituten, wie dem IPH - Institut für Integrierte Produktion gGmbH, dem Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe (IfBB), dem Institut für Kunststoff- und Kreislauftechnik (IKK) und dem Institut für Produktentwicklung und Gerätebau (IPeG) angebahnt. Alle diese Tätigkeiten führten auch dazu, dass in hannoverschen Instituten und Unternehmen bisher bereits weiterführende Projekte mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 1,15 Mio. € beantragt bzw. bewilligt wurden. 

Vielfältige Demonstratorprojekte

Die bisherigen Demonstratorprojekte des Konsortiums umfassen unterschiedliche Branchen und Themen. In dem ersten Projekt konstruierten die Ingenieure des Konsortiums Adapter, mit denen Kliniken in Hannover und Hildesheim vorhandene Filter mit verfügbaren Schutzmasken verbinden konnten. Hierdurch wurde die schnelle Umsetzung eines effektiven Virenschutzes unabhängig von den auf dem Weltmarkt sehr begehrten Schutzmasken möglich.

Die Crafting Future GmbH hat mit der Expertise des Konsortiums ökologisch optimierte Bento-Boxen entwickelt und bis zum Prototypenstatus realisiert. Bei diesem Projekt gelang die Minimierung des CO2-Fußabdrucks der Essensboxen durch den Einsatz von biobasierten Kunststoffen und gezielten Einsparungen von Material. Das Fahrradgeschäft RadConcept hat in seinem Projekt eine Alternative zu der langwierigen Beschaffung von Fahradersatzteilen gesucht. Die Lösung ist die Programmierung eines Konfigurators, mit denen das Unternehmen nun kundenspezifische Halterungen, z.B. für Reflektoren, im eigenen Laden selbst drucken kann. Für die FineTec Fine Focus Technologies GmbH designte das Konsortium innovative Gehäuse für Röntgenquellen bzw. -einheiten.

Baufortschritt des neuen 3D-Druck-Experimentallabors

Aktueller Baufortschritt des 3D-Druck-Experimentallabors © 3D-Druck-Konsortium
Aktueller Baufortschritt des 3D-Druck-Experimentallabors

Auch der Aufbau des neuen 3D-Druck-Experimentallabors im Lindener Hafen schreitet voran. Bis zum Frühsommer 2021 soll das Gebäude inkl. der Laboreinrichtung für interessierte Unternehmen zur Verfügung stehen. Bis es soweit ist, unterstützen die Mitglieder des 3D-Druck-Experimentallabors interessierte Unternehmen auch weiterhin mit der vorhandenen Infrastruktur. So startet demnächst z. B. bereits ein weiteres Projekt mit Bezug zur Tiermedizin. Für März 2021 ist das zweite digitale 3D-Druck-meetup geplant. 

Kontakt

Region Hannover
Dr. Michael Merwart
Betriebsberatung Innovation und Technologie
Region Hannover
Wirtschaftsförderung
Fachbereich Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung
Dr. Michael Merwart

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