Mode und Integration

Region Hannover setzt Trends

Region will integratives Modeprojekt mit 56.000 Euro fördern. Am 10. Dezember trifft der Regionsausschuss darüber die Entscheidung.

© Region Hannover, Liebenthal

Mode aus Hannover soll künftig mehr als ein Geheimtipp sein. Dafür könnte ein Projekt sorgen, das die Region mit 56.000 Euro fördern will und das Mode und Integration unter einen Hut bringt. Der Ausschuss für Wirtschaft und Beschäftigungsförderung hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 21. November, grünes Licht für das Vorhaben gegeben. Die endgültige Entscheidung trifft die Regionsausschuss am 10. Dezember.

„Die Region Hannover bietet die besten Voraussetzungen für einen nachhaltigen Modestandort, der bundesweit mit Qualität und Innovation überzeugt“, ist sich Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, sicher. Im Jahr 2017 waren 14.500 Menschen aus der Region Hannover in der Modebranche sozialversicherungspflichtig beschäftigt; rund 4.400 Unternehmen aus der Branche waren in der Region Hannover registriert. Auch an Nachwuchs fehlt es nicht: Vier Mode(hoch)schulen - die Hochschule Hannover, Fahmoda, Anna-Siemsen-Schule und die Deutsche Pop - bilden seit Jahren Designerinnen und Designer und andere modebezogene Berufe aus.

Gute berufliche Möglichkeiten für Menschen mit Migrationshintergrund

„Jetzt müssen wir sicherstellen, dass die Region für Mode-Fachkräfte attraktiv bleibt und Perspektiven bietet“, meint Franz. Darüber hinaus sei die Branche gut geeignet, Menschen mit Migrationshintergrund berufliche Möglichkeiten zu bieten. Beides vereint das Projekt „Integrativer Modestandort Region Hannover“. Träger des Projektes sollen das kre│H│tiv Netzwerk Hannover e.V. und die Nähwerkstatt „Unter Einem Dach“ (UED) sein. Ein Ziel ist, die Modeszene innerhalb der Region Hannover, aber auch überregional besser zu vernetzen und sichtbar zu machen. Das Modenetzwerk „Fashion born in Hanover“ (FbiH), das aus kre│H│tiv entstanden ist, soll als sogenanntes Hyperlabel aufgebaut werden, das deutschlandweit für Mode aus der Region Hannover steht.

Die Nähwerkstatt von „Unter einem Dach“, in der Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung beschäftigt sind, bietet Designerinnen und Designer die Chance, professionell und nachhaltig Muster und Kleinstserien erstellen zu lassen. Im Rahmen des Projektes sollen die Werkstatt ausgebaut und die Arbeitsplätze der Beschäftigten gesichert werden. Nicht nur die Akteurinnen und Akteure aus der Branche profitieren, auch die Kundinnen und Kunden aus der Region Hannover: „Die Mode in der Region ist sehr vielfältig. Statt importierter Massenware wird es dann einfacher, regionale Qualitätskleidung zu finden – davon profitiert die lokale Wirtschaft, aber alle Menschen, die qualitativ hochwertige Mode mögen“, sagt Franz.





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