Fachkräfte aus Indien gewinnen – staatliche Programme erfolgreich nutzen
Hand in Hand for International TalentsErfahren Sie in unserer Online-Veranstaltungsreihe, wie Sie Fachkräfte aus Indien erfolgreich gewinnen und binden.
© Evangelischer Verband Kirche-Wirtschaft-Arbeitswelt e. V.
Das Welcome Center Hannover berät bei der Integration internationaler Fachkräfte und Auszubildender. Für dessen Leiter Tornike Murtskhvaladze und für die Beraterin Tatia Chkhenkeli geht es dabei nicht nur um das rein Betriebliche. Sie wollen den Menschen auch Ängste nehmen und ihre lokale Vernetzung fördern.
Tornike Murtskhvaladze: Im Rahmen des THAMM-Programmes bekommen die Fachkräfte verpflichtend ein interkulturelles Training. Und wir bieten grundsätzlich immer wieder Trainings für die Unternehmen wie auch für die Fachkräfte an.
Tatia Chkhenkeli: Die Fachkräfte werden schon im Heimatland darauf vorbereitet, aber richtig verstehen werden sie die Unterschiede erst hier. Man kann versuchen, die interkulturelle Brille aufzusetzen, aber interkulturelle Kompetenz kann man nicht nur in der Theorie lernen.
Tornike Murtskhvaladze: Letztendlich hängt es viel von dem Engagement der Person selbst aber auch des Arbeitgebers ab, wie die Integration gelingt. Wir können für beide Seite Unterstützungsangebote schaffen. Ein zentraler Faktor für die Integration ist die Sprache. Viele internationale Fachkräfte benötigen zusätzliche Sprachförderung. Wir informieren über entsprechende Angebote und unterstützen bei der Suche nach geeigneten Kursen, zum Beispiel vermitteln wir die kostengünstigen, vom BAMF geförderten Berufssprachkurse. Zur Integration gehört aber auch die soziale und lokale Vernetzung. Wenn jemand Sport treiben möchte oder einen Tanzkurs sucht, helfen wir ebenfalls weiter. Leider werden wir bei solchen Themen eher selten angesprochen – häufig kommen die Fachkräfte erst dann zu uns, wenn ein Problem aufgetreten ist. Nicht selten hören wir im Nachhinein Sätze wie: „Wir haben kaum Freunde, wir sind hauptsächlich unter unseren Landsleuten.“
Hier das gesamte Interview nachlesen: