Innovatives Weiterbildungskonzept ausgezeichnet

Gegen den Fachkräftemangel: regioLab+ Weiterbildungspreis soll Beteiligung von Unternehmen an Teilqualifizierung erhöhen.
regioLab+ Weiterbildungspreis Preisträger und Region Hannover © Region Hannover

Die Servicestelle für Weiterbildung regioLab+ hat am Dienstag im Rahmen der Fachkräfteallianz die Gewinner*innen des Wettbewerbs „Teilqualifizierung“ bekannt gegeben. Ziel des Wettbewerbs ist es, Teilqualifizierungen (TQ) bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sowie deren Mitarbeitende in den Fokus zu rücken. Denn TQ können ein sehr effizienter Weg sein, drückende Fachkräftebedarf der Unternehmen zu lösen. Der Preis wurde in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Hannover, dem Jobcenter Region Hannover, der IHK Hannover, der HWK Hannover und der Elektro-Innung Hannover verliehen.

Mit dem Award und einem Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro wurde ein Konsortium aus drei Weiterbildungsanbietern prämiert:

  • Berufsfortbildungswerk (bfw) gemeinnützige Bildungseinrichtung des DGB GmbH
  • Grone-Schulen Niedersachsen GmbH – gemeinnützig
  • SBH Nordost GmbH

Die Jury überzeugte vor allem die gemeinsame Entwicklung einer neuen Teilqualifizierung im Beruf „Anlagenmechaniker*in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik“ – ein Angebot, das es in der Region Hannover bisher nicht gab. Besonders innovativ: Drei konkurrierende Bildungsträger arbeiten hier erstmals zusammen, um die TQ umzusetzen. Die prämierte Teilqualifizierung für Anlagenmechaniker*innen soll ab Oktober 2026 erstmals angeboten werden.


» Teilqualifizierungen sind ein zentrales Instrument, um Geringqualifizierte in den Arbeitsmarkt zu integrieren und gleichzeitig den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Mit diesem Preis machen wir das Modell bekannter – denn es wird noch zu selten genutzt, obwohl es für Unternehmen und Beschäftigte viele Vorteile bietet. «
Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region Hannover

Was sind Teilqualifizierungen?

Teilqualifizierungen (TQ) ermöglichen es, schrittweise einen anerkannten Berufsabschluss zu erwerben – ohne eine mehrjährige Umschulung. Die modularen Bausteine (Dauer: 2–6 Monate) richten sich besonders an:

  • Geringqualifizierte (73 % der Teilnehmer*innen)
  • Personen mit Migrationshintergrund (46 %)
  • Arbeitslose (Förderung über Arbeitslosengeld/Bürgergeld)
  • Beschäftigte (mit Zuschuss zum Arbeitsentgelt)

Die Kosten werden in der Regel über Bildungsgutscheine der Bundesagentur für Arbeit gedeckt.

Hintergrund zur Servicestelle für Weiterbildung regioLab+

Die Servicestelle für Weiterbildung regioLab+ ist ein Projekt der Wirtschafs- und Beschäftigungsförderung Region Hannover. Das Projekt bietet Beratungsleistungen mit dem Fokus auf betriebliche Weiterbildung als einen zentralen Lösungsbaustein für den wachsenden Fachkräftebedarf von Unternehmen an.

Pressekontakt

Region Hannover
Christoph Borschel

Kontakt

Region Hannover
Leitung Koordinierungsstelle regioLab+
Katarina von Bönninghausen-Budberg
Leitung Koordinierungsstelle regioLab+
Region Hannover
Beschäftigungsförderung
Fachbereich Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung
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